Herr Pfisterer: Drei Hochhäuser, rund 450 Wohnungen, mindestens 1000 neue Bewohner. Da entsteht ein neues Quartier. Wie verkaufen Sie das den Aarauern?

Lukas Pfisterer: Der Projekt-Ansatz ist ein ähnlicher wie im Torfeld Nord. Der Auftrag des Bundes lautet: Verdichten. Im Torfeld Nord sehen wir bei der Revision der Bau- und Nutzungsordnung ebenfalls Hochhäuser vor. Wenn man das Torfeld Süd im Rahmen dieser Revision angeschaut hätte, hätte man vermutlich ebenfalls Hochhäuser vorgesehen. Bislang haben wir das nicht angeschaut, weil man für das Torfeld Süd das bisherige Projekt vorgesehen hatte. Jetzt haben wir eine neue Ausgangslage. Es ist richtig, im Torfeld Süd zu verdichten. Wenn nicht da, wo sonst?

1000 neue Aarauer, da werden auch die einen oder anderen Kinder mit dabei sein. Wo werden diese zur Schule gehen? Und wo gehen die Bewohner einkaufen? Ein Quartierladen – wie er laut Bauherrin HRS vorgesehen ist – reicht dafür ja nicht aus.

Wir sind uns bewusst, dass das entsprechende Auswirkungen hat. Wenn die Bau- und Nutzungsordnung durchkommt, ist es unsere Aufgabe, zu schauen, dass die Stadt die entsprechende Infrastruktur mit Schulen und Kindergärten zur Verfügung stellen kann. Bisher haben wir im Torfeld Süd vorgesehen, dass es für die Wohnüberbauung im Aeschbachquartier eine Krippe gibt. Ähnliches werden wir auch für die Hochhäuser aufgleisen müssen.

Die Baufelder liegen direkt an der Grenze zu Buchs – hat die Gemeinde eine Mitsprachemöglichkeit?

Wir haben den Gemeinderat Buchs entsprechend informiert. Wie jede andere Nachbarschaft können sich auch die Bewohner von Buchs in das Verfahren einbringen. Wir schreiben jetzt alle Nachbarn an, da sind auch solche aus dem Bann Buchs mit dabei. Diese Diskussion beginnen wir jetzt zu führen.

Die Informationen wurden am Montag verschickt?

Genau, diese wurde am Montag mit A-Post verschickt. Wer direkt in diesem Gebiet wohnt, sollte am Dienstag eine entsprechende Information im Briefkasten liegen haben. Nächste Woche findet eine Informationsveranstaltung nur für die Anstösser statt.

Keine öffentliche Veranstaltung?

Nein, diese ist nicht öffentlich. Aber es wird Ende Mai eine öffentliche Veranstaltung zum Start der Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung geben.