Aarau
Stadtrat lehnt Unterwasser- Kameras im Freibad Schachen ab

Der Stadtrat will die anstehende Sanierung des Freibads Schachen nicht dazu nutzen, eine Unterwasser-Videoüberwachung baulich vorzubereiten. Dies teilt er dem Einwohnerrat mit.

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Der Aarauer Stadtrat will keine Unterwasser-Videoüberwachung im Freibad Schachen. (Archiv)

Der Aarauer Stadtrat will keine Unterwasser-Videoüberwachung im Freibad Schachen. (Archiv)

Limmattaler Zeitung

Das Aarauer Parlament hatte im Mai 2010 nicht nur einstimmig die 8,4 Mio. Franken teure Badisanierung bewilligt, sondern den Baukredit – per Stichentscheid der Präsidentin – auch um 30 000 Franken zugunsten von «Vorleistungen für ein elektronisches Überwachungssystem» aufgestockt.

Die inzwischen getroffenen Abklärungen haben dem Stadtrat gezeigt, dass Unterwasserkameras «nur für Hallenbäder geeignet» sind, wie er schreibt. Die Technik sei aufwändig, kostspielig und ersetze das Aufsichtspersonal nicht. Dutzende Kameras müssten auf Computern überwacht werden. Allein die Ausrüstung des Schwimmerbeckens mit Videoüberwachung würde 120 000 Franken kosten, alle Becken kämen auf 210 000 Franken zu stehen.

Als Alternative wurden Armbänder mit Sensoren geprüft. Jeder Badegast müsste ein solches tragen, bei verdächtigen Situationen wird Alarm ausgelöst. Ein Hersteller aus Hallwil würde zwar grosse Rabatte anbieten, «da er das Freibad Schachen gerne zu seinen Referenzobjekten zählen würde», so der Stadtrat.

Das Sensorensystem wäre mit 35 000 respektive 60 000 Franken denn auch weniger teuer. Aber auch hier wäre Personal im Einsatz, gibt die Behörde zu bedenken. Die Akzeptanz der Armbänder bei Kindern oder Handicapierten sei zudem fraglich, womit auch diese Lösung abgelehnt wird. (trö)