Aarau
Stadtpräsidentin Urech verteidigt die geringe Lohnerhöhung

SP-Einwohnerrat Oliver Bachmann kritisierte den Entscheid, die Lohnsumme um nur 0,25 Prozent anzuheben. Stadtpräsidentin Jolanda Urech hielt dagegen, der Stadtrat habe sich von den Sparbemühungen und der geringen Teuerung leiten lassen.

Hermann Rauber
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Die Lohnsumme für das städtische Personal wird um 0,25 Prozent erhöht. Im Budget war 1 Prozent vorgesehen.

Die Lohnsumme für das städtische Personal wird um 0,25 Prozent erhöht. Im Budget war 1 Prozent vorgesehen.

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Die Lohnrunde für das städtische Personal gibt zu reden: In einer Anfrage kritisierte Oliver Bachmann (SP) am Montagabend den Entscheid des Stadtrates, die Lohnsumme 2015 um nur 0,25 Prozent zu erhöhen. Das widerspreche dem Beschluss des Einwohnerrates vom 20. Oktober, der sich im Rahmen des Budgets auf ein Plus von 1 Prozent festgelegt hatte. Dieses Vorgehen sei «mehr als fragwürdig», es stelle sich gar die Frage, ob der Stadtrat Entscheide des Parlamentes «überhaupt ernst nimmt».

Stadt soll attraktive Arbeitgeberin sein

Stadtpräsidentin Jolanda Urech versuchte, die Gemüter zu beruhigen und erklärte den «Meccano» bei der definitiven Festlegung der Lohnsumme für das städtische Personal. Die Budgetierung erfolge jeweils bereits im Frühsommer, Ende Jahr lege dann die Exekutive den endgültigen Rahmen fest.

Für 2015 habe sich der Stadtrat von den Sparbemühungen und der geringen Teuerung, die praktisch bei Null liege, leiten lassen. Das entspreche der bisher gepflegten Praxis, der auch vom Parlament nicht widersprochen worden sei. Die Stadt wolle weiterhin eine «attraktive Arbeitgeberin sein», doch der (in Aarau durchaus marktkonforme) Lohn sei nicht die einzige Komponente im Anstellungspaket. Wichtig seien auch andere Faktoren wie die allgemeinen Arbeitsbedingungen, das Klima oder die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Kein Grund, auf Entscheid zurückzukommen

Jolanda Urech erklärte abschliessend, dass für den Stadtrat keine Gründe sichtbar seien, um auf den Entscheid zurückzukommen, wie das Oliver Bachmann verlangte. Dieser stellte in den Raum, dass der Einwohnerrat bei einem solchen Vorgehen durchaus die Möglichkeit habe, die entsprechenden Bestimmungen im städtischen Personalreglement abzuändern.

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