Der Stadtrat begründet die Wahl Ringiers mit dessen grosser Erfahrung. Er führe mit der Polizei den grössten Sicherheitsbereich seit vielen Jahren, und er habe als Leiter der Sicherheitskonferenz, einem fachlichen Austauschgremium, zusätzlich die Feuerwehr und die Zivilschutzorganisation koordiniert. «Er bringt viel Erfahrung und Fachkompetenz mit und gewährleistet Kontinuität bei der Weiterentwicklung der gemeinsamen Organisation.»

Die neue Sicherheitsabteilung umfasse alle Sektionen der Polizei, die Feuerwehr und, unter Voraussetzung der Zustimmung der Verbandsgemeinden, die Zivilschutzorganisation Aare Region (rund 460 Zivilschützer) sowie einen gemeinsamen Führungssupport, so die Stadt in einer Medienmitteilung. «Mit der neuen Organisation wird die bereichsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt und es werden Synergien in der Administration und der Materialwirtschaft genutzt.» Die Abteilung starte mit den heutigen dezentralen Standorten der Fachbereiche. Mittelfristig werde «eine Optimierung der Standorte» geprüft.

Noch unklar ist, wer Kommandant der Feuerwehr Aarau (rund 120 Personen) wird; die Ausschreibung läuft. Man wolle die Stelle im Verlauf der nächsten Monate besetzen, so der Stadtrat. Die Stadt hatte den Abgang von Michael Gautschi zum Anlass genommen, die Strukturen grundsätzlich zu hinterfragen.

Schliesslich kam man zum Ergebnis, dass ein Profi-Kommandant für die Feuerwehr Aarau besser sei als ein Milizler wie bisher. «Ein professionelles Kommando mit einem Vollzeitkommandanten erscheint uns als die beste Lösung», sagte die zuständige Stadträtin Suzanne Marclay-Merz vergangenen Herbst zur AZ. «Damit sind eine hohe Verfügbarkeit und kurze Entscheidungswege gewährleistet.» (nro)