Aarau
Stadion: FCA-Fans reichen eine Petition mit 1000 Unterschriften ein

In ihrer Petition appellieren die Unterzeichnenden an das Verwaltungsgericht, vom Beschwerdeführer gegen das Aarauer Stadion eine angemessene Vorauszahlung zu verlangen.

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976 Unterschriften hat René Kunz in den letzten Wochen gesammelt.

976 Unterschriften hat René Kunz in den letzten Wochen gesammelt.

Burkard Meyer Architekten

René Kunz, ehemaliger SD-Grossrat und Kämpfer für das Aarauer Stadion, hat am Montag seine Petition mit 976 Unterschriften zur Post gebracht, adressiert an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Die Unterzeichnenden appellieren damit an das Gericht, beim Beschwerdeführer eine angemessene Vorauszahlung einzufordern. Dies in Anbetracht der schätzungsweise 150'000 Franken Anwaltskosten, die der Beschwerdeführer insgesamt den Gegenparteien (Stadt Aarau und Bauherrin HRS) bezahlen muss, wenn er auch vor Verwaltungsgericht verliert.

Das Argument der Petitionäre – «Es kann nicht sein, dass die Staatskasse die Kosten zu entrichten hat» – stimmt jedoch nur bedingt: Kann der Beschwerdeführer nicht für die Anwaltskosten aufkommen, geht die Bauherrin HRS leer aus. Ihr bleibt nur die Möglichkeit, den Beschwerdeführer zu betreiben. Hinsichtlich der Forderung der Stadt Aarau wären indirekt zwar die Steuerzahler betroffen, jedoch ausschliesslich die Aarauer Steuerzahler.

Kostenvorschuss bereits verlangt

Mit ihrer Forderung nach einer Vorauszahlung rennen die Petitionäre ausserdem offene Türen ein: Das Verwaltungsgericht fordert im Zwischenentscheid von letzter Woche einen Kostenvorschuss von 6400 Franken ein. Dies, weil es entschied, dass nicht alle seine Forderungen Aussicht auf Erfolg hätten. Für die Gerichtskosten gewährt ihm das Verwaltungsgericht deswegen die unentgeltliche Rechtspflege nur im Umfang von 20 bis 30 Prozent.

Ausserdem selbst bezahlen muss er seinen eigenen Anwalt. Die Stadion-Beschwerde vom letzten Juli belege, dass er über hinreichende eigene Kenntnisse verfüge oder die Möglichkeit, juristische Unterstützung erhältlich zu machen, so die Begründung des Verwaltungsgerichts.

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