Aarau
Stadion-Beschwerde – der Liga-Chef warnt: «Unsere Geduld hat Grenzen»

Auch die Swiss Football League ist über die erneute Beschwerde zum Aarauer Stadion-Neubau nicht erfreut. Bei einer jahrelangen Verzögerung wird der FC Aarau kaum auf eine Ausnahmebewilligung fürs Brügglifeld hoffen können.

Josua Bieler
Merken
Drucken
Teilen
Visualisierung des neuen Fussballstadions in Aarau.

Visualisierung des neuen Fussballstadions in Aarau.

ZVG

Seit gestern ist klar: Es liegt doch eine Beschwerde gegen die Baubewilligung für das neue Fussballstadion in Aarau vor. Für den FCA und seine Fans ist das eine Hiobsbotschaft. Denn der Bau könnte sich um Jahre verzögern. Und der Verein kann seine Heimspiele nur dank einer Ausnahmebewilligung der Swiss Football League (SFL) auf dem Brügglifeld austragen.

Nicht in Frage steht weiterhin: In der Saison 2014/15, die in acht Tagen beginnt, kann der FC Aarau seine Heimspiele auf dem Brügglifeld austragen. Das Stadion erfüllt weiterhin die Anforderungen in den Bereichen Sicherheit und Infrastruktur für elektronische Medien, welche für eine Ausnahmebewilligung nötig sind.

Jedoch könnte sich dies im Frühjahr 2015 ändern, wenn die Swiss Football League das Reglement auf die folgende Saison 2015/16 anpasst. Beim aktuellen Reglement gilt eine Ausnahmebewilligung auch dann, wenn ein Baugesuch bei der zuständigen Behörde eingereicht ist – auch wenn das Projekt durch Beschwerden verzögert wird.

Gegenüber «Radio Argovia» sagt SFL-Geschäftsleiter Claudius Schäfer aber: «Geduld hat seine Grenzen, auch bei der Liga.» Sehr viele Projekte seien relativ schnell vorwärtsgegangen. Das Aarauer Stadion stocke jedoch schon länger.

Claudius Schäfer sieht, wie er gegenüber der az ausführt, den FC Aarau schon in der neuen Saison in einer schwierigen Lage, wenn er weiterhin im altehrwürdigen Stadion Brügglifeld spielt. Der Klub habe höhere Ausgaben im Sicherheitsbereich und nimmt weniger Geld ein.

Als Beispiel nennt Schäfer die Zuschauereinnahmen: «Die VIP-Sektoren sind in Aarau praktisch immer ausverkauft. In einem neuen Stadion könnte der Klub viel mehr solcher VIP-Tickets verkaufen.»