Oberentfelden

Staatsanwaltschaft gibt Vierjährigem die Schuld an Hundeattacke

Maureen Effiong mit Sohn Jonathan auf dem Kindergarten-Spielplatz in Oberentfelden, wo der Hundeangriff passierte.

Maureen Effiong mit Sohn Jonathan auf dem Kindergarten-Spielplatz in Oberentfelden, wo der Hundeangriff passierte.

Der vierjährige Jonathan wird auf dem Spielplatz des Kindergartens in Oberentfelden von einem Hund angegriffen und verletzt. Die Jugendanwaltschaft stellt das Verfahren gegen die Verursacher ein - weil der Vierjährige selber Schuld sein soll.

Jonathan ist vier Jahre alt, soll aber selber schuld sein, dass ein Hund ihn auf dem Kindergartenspielplatz in Oberentfelden angefallen und gebissen hat. Das meint jedenfalls die Jugendanwaltschaft des Kantons.

Der Hund hatte sich von seinem Herrchen losgerissen und sein vierjähriges Opfer am Bein verletzt, die Polizei wurde eingeschaltet und die Jugendanwaltschaft eröffnete daraufhin ein Verfahren gegen den Zwölfjährigen, der den Hund geführt hat, dies haben Recherchen der «20 Minuten» ergeben.

Jugendanwaltschaft stellt Verfahren ein

Dieses Verfahren wurde nun aber eingestellt, der Grund: Der kleine Jonathan und seine Freunde hätten den Hund gereizt - und seien somit selber schuld an der Attacke. Zudem sei der Junge nur leicht verletzt worden und kein grosser Schaden sei dabei entstanden.

Maureen Effiong, die Mutter des kleinen ist empört über die Schuldzuweisung an ihren Sohn: «Es kann doch nicht sein, dass die Justiz einem Kleinind die Schuld zuschiebt, wenn es gebissen wird», sie streitet zudem gegenüber der «20 Minuten» ab, dass ihr Sohn und seine Freunde das Tier provoziert hätten. (kgh)

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