Unfall
St. Galler verliert Auge: Feuerwerksfirma freigesprochen

Ein St. Galler klagte die Aargauer Feuerwerksfirma Weco Suisse an, weil sie eine fehlerhafte Batterie geliefert haben soll. Sie habe zu früh gezündet und deswegen habe der St. Galler ein Auge verloren. Die Firma wurde heute jedoch freigesprochen.

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Am 1. August werden in der Schweiz überall Feuerwerke gezündet. So auch am 1. August 2007. Michael Weber zündet in der Gemeinde Kirchberg (SG) eine Feuerwerksbatterie. Doch diese zündet zu schnell und trifft den heute 31-Jährigen. Dabei verliert er ein Auge.

«Die Batterie, die ich gezündet habe, wurde früher auf eine elektronische Zünder umgerüstet. Er kam aber retour und schliesslich wieder in den Verkauf und gelangte an mich», sagte Michael Weber gegenüber dem Regionalsender Tele M1.

Diese Batterie richtete jedoch grossen Schaden an. Weber verlor sein linkes Augenlicht. Gestern stand er vor Gericht. Er klagt die Aargauer Feuerwerksfirma WECO Suisse aus Rupperswil an. Die Firma wirft dem Opfer eine nicht-sachgemässe Bedienung vor, Weber hingegen glaub, dass die Batterie Schuld ist. Hätte diese normal funktioniert, wäre der Unfall nicht passiert, sagt er.

Firma freigesprochen

Heute sprach das Bezirksgericht Lenzburg das Urteil aus: Der Kläger Michael Weber wurde mit seiner Zivilforderung abgewiesen, er bekommt keinen Schadensersatz. Für das Verfahren trägt der Staat die Kosten. Damit wurde die Rupperswiler Firma Weco Suisse freigesprochen.

Begründung: Trotz der zu kurzen Zündschnur hätte es zu keinem Unfall kommen müssen. Diesen verursacht hat erst der Umstand, dass der Kläger sich über die Feuerwerksbatterie gelehnt hat. Das hat laut Gerichtsschreiberin des Bezirksgerichts Lenzburg ein unabhängiges Gutachten ergeben. (cfü)