Mit der Realisierung des künftigen Rotkreuz-Hauses an der Buchserstrasse in Aarau geht es Schlag auf Schlag voran: Kaum ist das Abbruchgesuch für das bisherige Bürogebäude ohne Einwendungen über die Bühne gegangen, liegt jetzt das Gesuch für den Neubau an gleicher Stelle im städtischen Rathaus öffentlich auf. Die Sektion Aargau des Schweizerischen Roten Kreuzes als Bauherrschaft macht sich mit dem Vorhaben gleich selber ein Jubiläumsgeschenk, darf die Institution doch 2017 ihr 125-jähriges Bestehen feiern.

Das Projekt, das vom Aarauer Büro Lämmli Architektur AG stammt, sieht einen vierstöckigen Bau vor, der durch ein Attikageschoss gekrönt wird. Die unteren beiden Etagen sind für das SRK-Bildungszentrum reserviert. Bis jetzt mussten die Räume für diesen Tätigkeitsbereich wegen Platznot ausgelagert werden, was laut Geschäftsführerin Regula Kiechle «erhebliche logistische Aufwendungen und Zusatzkosten zur Folge hatte». Für den bisherige Hauptsitz in einem knapp hundert Jahre alten Haus lohne sich eine Sanierung nicht, deshalb habe man sich nach eingehender Prüfung für einen Neubau entschieden. Mit einem schlagenden Argument: Künftig hat man alles unter einem Dach, namentlich die Pflegehelferkurse, die Ausbildung für den Freiwilligendienst und weitere Schulungen auf der einen und die Leitung und Administration auf der anderen Seite.

So sind in den beiden oberen Stockwerken die modernen Büroräume für die Geschäftsstelle und die Regionalstelle Aarau des SRK Aargau vorgesehen. Im Attika entsteht ein interner Aufenthaltsraum für das Personal und die Kursleiterinnen und Kursleiter. Gemäss den Baubewilligungsunterlagen soll das Flachdach begrünt und mit einer Terrasse versehen werden. Die Gebäudekante an der Buchserstrasse wird auf die Höhe der bestehenden Häuserreihe um einige Meter vorgezogen.

Die Investition für das neue Rotkreuz-Haus an der Ecke Buchserstrasse-Nordallee ist auf rund 5,5 Millionen Franken veranschlagt. Das SRK möchte laut Kiechle «auch in Zukunft keine Spendengelder für Fremdkapitalkosten ausgeben», deshalb sei eine Mietlösung «nicht in Frage gekommen». Die Baukosten finanziert das SRK Aargau aus entsprechenden Reserven, «damit wir weiterhin für diejenigen da sein können, die uns brauchen», fügt die Geschäftsführerin bei.

Das Baugesuch liegt bis zum 16. März auf. Sofern keine Einwendungen das Verfahren verzögern, will die Bauherrschaft bereits im kommenden Frühling den ersten Spatenstich vornehmen, damit der Neubau rechtzeitig auf das Jubiläum anno 2017 bezugsbereit ist. «Es ist ein Geschenk, das unsere Freude und das Engagement für weitere 125 Jahre überzeugend zum Ausdruck bringt», betont Regula Kiechle. Während der Bauzeit wird die SRK-Geschäftsstelle für zwei Jahre an die Bresteneggstrasse nach Buchs verlegt, wo sämtliche Dienstleistungen im gewohnten Umfang gewährleistet sind.