Aarau
Spurrinnen und Risse: Der Kreuzplatz wird im nächsten Sommer saniert

Der Kanton erneuert etappenweise den Belag des Aarauer Nadelöhrs. Die Arbeiten sollen hauptsächlich während der Sommerferien stattfinden.

Nadja Rohner
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Der Kreuzplatz: Hier müssen Motor-, Velo und Fussverkehr aneinander vorbei.

Der Kreuzplatz: Hier müssen Motor-, Velo und Fussverkehr aneinander vorbei.

Urs Helbling

Der Kreuzplatz heisst nicht umsonst so. Kein anderer Verkehrsknoten in Aarau ist derart komplex. Hier trifft der Verkehr der Bahnhofstrasse auf den aus Buchs und Suhr; aus der Telli und aus Rohr.

Hier gibts Einbahnstrassen, zahlreiche Ampeln, Fussgängerstreifen, Velospuren. Ein Nadelöhr. Und es wird im Sommer 2020 vorübergehend noch enger – wegen einer umfangreichen Belagssanierung.

«Der Bereich zwischen der Einfahrt zum Sauerländertunnel und dem Kreisel Gais weist grosse Schäden auf», erklärt Kreisingenieur Michael Wagner von der kantonalen Abteilung Tiefbau. «Durch die grosse Beanspruchung treten starke Verformungen, Ausbrüche und teilweise Rissbildungen auf. Die Abteilung Tiefbau beabsichtigt nun, mit einer Erhaltungsmassnahme die beschädigten Schichten bis zu einer Tiefe von 10 cm zu ersetzen.»

Mit dieser Teilbelagssanierung könne die Fahrsicherheit längerfristig gewährleistet werden, ohne die unteren Schichten ersetzen zu müssen. Da es sich nur um eine Erhaltungsmassnahme handle und weder die Linienführung noch die Lage der Einbauten (etwa Verkehrsinseln) ändere, brauche es kein Baugesuch.

Die Bauarbeiten werden etappenweise durchgeführt. Wobei der Kanton die Hauptarbeiten während der Sommerferien durchführen will. Denn: Ohne Verkehrseinschränkungen geht es nicht. «Wir sind bestrebt, möglichst viele Fahrtrichtungen auch während der Bautätigkeit offenzuhalten», sagt Michael Wagner. «Vereinzelt wird es Sperrungen geben. Diesbezüglich müssen wir abwägen zwischen Behinderung, Bauzeit und Qualität.»

Damit der Verkehr auch während der Bauausführung möglichst wenig beeinträchtigt wird, werden Verkehrsinseln temporär abgerissen und nach der Belagssanierung an alter Stelle auf die neue Unterlage geklebt. Und: Die rund 450 Busse, die den Kreuzplatz jeden Tag befahren, werden sicher bevorzugt.

Die Detailplanungen sind zurzeit noch in Arbeit. Deshalb kann der Kreisingenieur auch noch nicht sagen, wie lange die Bauerei dauern wird. Das sei auch witterungsabhängig, so Wagner. Der Bauphasenplan werde mit den städtischen Stellen koordiniert und optimiert.