Niedergösgen
Spitzenkoch Max Eichmann lästert über Gault Millau

Einst erhielt Max Eichmann 18 Gault Millau-Punkte. Daran denkt er zwar gern zurück. Doch die Anforderungen an die Köche findet er stark übertrieben.

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Max Eichmann war der beste Koch im Kanton Solothurn: Bis vor zehn Jahren erhielt er mit seinem Schloss Falkenstein in Niedergösgen 18 Gault Millau-Punkte. Heute ist er nicht mehr im berühmten Guide aufgeführt.

Das kümmert Max Eichmann allerdings nicht. Die Vorstellungen von Gault Millau sind ihm nämlich zu extrem geworden, wie er gegenüber Tele M1 sagt. Sieben Gänge und fünf sechs Desserts müsse man anbieten - das findet er reichlich übertrieben.

Testesser übertreiben

Extrem findet er auch die Anforderungen der Testesser. «Ich habe mal den Satz gehört, dass selbst etwas trübes Blumenwasser einen Punkt weniger bedeuten würde», erzählt er. Das zeige, wie schnell man einen Punkt verlieren könne.

Nichtsdestotrotz will der Starkoch aus dem Kanton Solothurn seinen Gästen exklusive Gerichte bieten: Er arbeitet nämlich mit einer trendigen Molekularküche, mit der er besondere Desserts für seine Gäste kreiert.

Einladung nach Singapur

Ausserdem will er das frühere Kochen um eine Toprangierung im Gault Millau-Guide nicht missen. Diese habe ihn nämlich überregional bekannt gemacht. So schlug er etwa eine Einladung von einem Top-Hotel aus Singapur nicht aus, um dort seine Kochkünste zu demonstrieren. (pz)