Spitex-Fusion
Spitex für 19 Gemeinden und 57000 Einwohner im Westaargau

Die Anforderungen an die Spitex werden immer grösser. Eine Arbeitsgruppe prüft nun eine Neuorganisation von sechs Spitex-Organisationen im Westaargau. Diese neue Spitex könnte 19 Gemeinden umfassen.

Merken
Drucken
Teilen
Die Spitex Sura würde ein Gebiet mit rund 57 000 Einwohnern umfassen und könnte Anfang 2013 den Betrieb aufnehmen - wenn alles rund läuft. (Archiv)

Die Spitex Sura würde ein Gebiet mit rund 57 000 Einwohnern umfassen und könnte Anfang 2013 den Betrieb aufnehmen - wenn alles rund läuft. (Archiv)

Um den Herausforderungen besser gewachsen zu sein, haben die sechs Spitex-Organisationen Aarau, Unterentfelden, Oberentfelden, Kölliken-Safenwil-Uerkheim-Bottenwil, Muhen-Hirschthal-Holziken und Oberes Suhren- und Ruedertal mit dem Namen SURA (im Namen stehen die Anfangsbuchstaben von Suhrental, Uerkental, Ruedertal, Aarau) eine Projektorganisation geschaffen, die ihre Fusion zu einer grossen Organisation prüfen und vorbereiten soll. Diese würde ein Gebiet mit rund 57 000 Einwohnern umfassen und könnte Anfang 2013 den Betrieb aufnehmen - wenn alles rund läuft.

Von der Spitex wird erwartet, dass sie in Zukunft noch besser als bisher dafür sorgen kann, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich und sinnvoll daheim leben können. Dies erfordert mehr Leistungsfähigkeit, Professionalität und Effizienz; eine grosse Herausforderung, wenn man bedenkt, dass sich die Zahl der über 80-jährigen Menschen im Aargau in den nächsten 15 Jahren beinahe verdoppeln wird.

Jede für sich zu klein

Die sechs Spitex-Organisationen sind sich bewusst, dass jede von ihnen zu klein ist, um die auf sie zukommenden Aufgaben auch mittel- und längerfristig wirtschaftlich, effizient und kundenfreundlich lösen zu können. Sie haben daher schon vor einiger Zeit begonnen, die Vor- und Nachteile einer Fusion zu prüfen. Dafür ist eine Projektorganisation geschaffen worden.

Gemeindeammann und Grossrätin Regina Lehmann-Wälchli, Reitnau, die auch Vorstandsmitglied der Spitex Oberes Suhren- und Ruedertal ist, leitet den Steuerungsausschuss. Dieser ist für sämtliche Entscheide zuständig und hat die Information der betroffenen Gemeinden, der Öffentlichkeit und weiterer Interessenten sicherzustellen.

Unterstützt wird er durch den in Spitexfragen erfahrenen Organisationsberater Johannes Zuberbühler (Shelter AG, Zürich) und eine aus den sechs heutigen Spitex-Geschäftsleiterinnen bestehende Projektgruppe.

Bei einem Projekt dieser Komplexität sind Verzögerungen nicht unwahrscheinlich. Nicht völlig auszuschliessen ist auch, dass schliesslich auf eine Fusion verzichtet wird und stattdessen andere Formen der Zusammenarbeit geprüft werden. (pd/az)