Aarau

Spitex-Frauen fühlen sich im Gais-Center wohl

Mit dem Umzug zufrieden: v.l. Geschäftsleiterin Pia Baur, Vereinspräsident Claude Dubois und Stadtrat Michael Ganz. Kel

Mit dem Umzug zufrieden: v.l. Geschäftsleiterin Pia Baur, Vereinspräsident Claude Dubois und Stadtrat Michael Ganz. Kel

Der Umzug der Spitex ins Gais-Center ist geglückt. Der neue Standpunkt bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten. Am Donnerstag wurde der neue Stützpunkt mit vielen Gästen offiziell eingeweiht.

Der Umzug vom «Herosé» ins Gais ist für die Spitex ein Quantensprung, der allerdings anfänglich mit Skepsis gesehen wurde, wie Stadtrat Michael Ganz an der Eröffnungsfeier meinte. Das Gais bringe man ja vor allem mit Einkaufen zusammen. Doch sei der neue Standort genau richtig, weil er zentral liege und Entwicklungsmöglichkeiten zulasse. Das bestätigt auch Pia Baur, seit Mai 2010 Geschäftsleiterin. Ihre Mitarbeiterinnen fühlen sich am neuen Standort wohl.

Weitere Dienstleistungen möglich

«Die Mehrgenerationenfamilie gibt es nicht mehr», sagte Vereinspräsident Claude Dubois zu den zahlreichen Gästen. Deshalb brauche es die Spitex, welche die Pflege zu Hause übernehme. Mit dem Umzug in den zweiten Stock des Gais-Centers habe die Spitex Aarau Voraussetzungen geschaffen, um weitere Dienstleistungen anbieten zu können, die im Pflegegesetz vorgesehen sind.

Für die Spitex Aarau gab es in letzter Zeit nicht nur örtliche Veränderungen, eine viel grössere Herausforderung stellten die gesellschafts- und gesundheitspolitischen Veränderungen dar. Claude Dubois: «Für die Mitarbeiterinnen ist der Spardruck und der Druck, möglichst viele verrechenbare Leistungen zu deklarieren, sehr hoch.» Der Zuwachs an Klienten, der durch die seit Januar 2012 geltenden Fallpauschalen mit mehreren Anmeldungen pro Tag bereits spürbar sei, bedinge laufende Weiterbildung auf allen Ebenen. Pflegewissen verändere sich und müsse stets aktualisiert, Qualität müsse noch effizienter umgesetzt werden.

Qualität zeigt sich denn auch beim neuen Spitexstützpunkt. «Endlich sind», so Dubois, «Pausenraum, Gemeinschaftsraum und Schülerraum getrennt.» Die Pflegefachfrauen können sich ungestört und ohne Nebengeräusche auf ihren Einsatz vorbereiten.

43 Frauen und ein Mann

Organisiert ist die Spitex Aarau als Verein mit rund 1400 Mitgliedern. Geschäftsleiterin Pia Baur führt ein Team von 43 gut ausgebildeten Frauen und einem Mann (ein Auszubildender) mit unterschiedlichen Arbeitspensen.

Der Vorstand stellt Überlegungen an, wie auf andere Gemeinden zugegangen werden kann, um eine mögliche Zusammenarbeit in den Bereichen Ausbildung, Finanzen, IT oder Qualitätsmanagement anzugehen. «Aus eigenen Erfahrungen sind dabei Informationspolitik, Finanzierung, Erhalt der Arbeitsplätze sowie der Einbezug der Bevölkerung die wichtigsten Knackpunkte», erklärte Claude Dubois.

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