Aarau

Spenden sollen helfen, Rakete zu starten – die FC-Aarau Frauen wollen in die Nati A

Die FC Aarau Frauen spielen momentan um den Aufstieg in die Nationalliga A. Mit dem Aufstieg würden auch die Kosten steigen.

Die FC Aarau Frauen spielen momentan um den Aufstieg in die Nationalliga A. Mit dem Aufstieg würden auch die Kosten steigen.

Mit einem Crowd-Funding-Aufruf wollen die FC-Aarau-Fussballerinnen Geld besorgen. Mit einem Video auf der Plattform «wemakeit» bitten sie um Spenden, denn mit dem Aufstieg würden auch die Kosten steigen.

Rauchende Raketentriebwerke, eine tiefe Stimme, die den Countdown runter zählt und königliche Klänge der Champions-League-Hymne stimmen auf die Vision der FC-Aarau-Frauen ein. Die Rede ist vom Film, mit dem das Frauenteam seit letzter Woche auf sein Crowd-Funding-Projekt aufmerksam macht.

Das Crowd-Funding-Projekt, zu Deutsch Massenfinanzierung, hat sich einen Betrag von 15 000 Franken zum Ziel gesetzt. Wird bis Mitte Juni diese Summe online gespendet, erhält der Verein das Geld. Kommt der Betrag bis zum gesetzten Termin nicht zusammen, gehen die Aarauer Fussballerinnen leer aus und das Geld bleibt bei den Spendern. Das Projekt ist auf dem Crowd-Funding-Portal «wemakeit.com» zu finden.

Wofür soll das Geld eingesetzt werden? Im Filmchen gibt Verteidigerin Delia Lahmici Auskunft: «Wir müssen an allem sparen. Dieser Ball», sie zeigt den abgewetzten Ball in die Kamera, «und das ist kein Witz, ist einer unserer Trainingsbälle.» Ins Material, in ein Trainingscamp und in Entschädigungen für die Betreuer sollen die Spendengelder fliessen. Andreas Zürcher, der technische Leiter, präzisiert auf Anfrage der az: «Schon nur eine Langhantelanlage mit verschiedenen Gewichten kostet um die 2000 Franken. Der Grossteil des Geldes wird für das Material draufgehen.»

Anfang dieses Jahres hat sich die Damenabteilung des FC Aarau in einem neuen Verein selbstständig gemacht. Leistungsorientierter Frauen-Fussball soll in der Region vorwärtsgebracht werden. Das Ziel, das sich das erste Frauenteam gesetzt hat, lässt aufhorchen. Nichts Minderes als die Teilnahme an der Champions-League wird angestrebt. Andreas Zürcher konkretisiert das Ziel: «In einem Zeithorizont von 4 bis 7 Jahren sehen wir uns an der Spitze der ‹Nati A› und somit in der Champions League.» Um sich als Schweizer Frauenmannschaft für die Königsklasse zu qualifizieren, gilt es erst, den Meisterpokal zu holen. Für das Team, das sich momentan im Aufstiegskampf für die Nationalliga A befindet, wäre das mit mangelhaften Trainingsbällen wohl eher ein schwieriges Unterfangen.

Wird das Frauenteam wie eine Rakete bald Richtung Sterne, in die Nati A, aufsteigen? Zwei der sechs Relegationsspiele haben die FCA-Frauen bereits bestritten. Gegen St. Gallen musste man das Spielfeld punktlos verlassen. Solothurn besiegten die Aarauerinnen mit 3:1 und stehen so im Aufstiegskampf zwischen den vier Teams auf Rang zwei.

Kommenden Mittwoch bestreiten die FC-Aarau-Frauen gegen den FC Yverdon Féminin das nächste Spiel.

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