Der Gemeinderat Küttigen besteht derzeit aus fünf Männern. Vizeammann Peter Forster (FDP) hat jedoch seine Demission eingereicht. Die Freisinnigen haben bereits Elektroingenieur Emil Bieri (46) nominiert. Und nun zieht die SP Küttigen-Rombach nach: Sie schickt «Trinamo»-Verwaltungsratspräsidentin Regula Kuhn (54) ins Rennen und zieht den Gender-Trumpf. «Die Ortspartei ist überzeugt, in der kompetenten Managerin und erfahrenen Familienfrau eine ausgezeichnete Kandidatin für die Wahl in das derzeit reine Männergremium vorzuschlagen», schreibt die SP in einer Mitteilung. Kuhn äussert sich darin ebenfalls zur Diversitäts-Frage: «Es kann nicht sein, dass die Frauen im Gemeinderat nicht aktiv sind. Nicht weil wir Frauen besser sind, sondern weil es die andere Perspektive von uns Frauen braucht.»

Kuhn ist ausgebildete Sozialarbeiterin und NPO-Managerin. Sie verfügt laut SP als Co-Geschäftsleiterin des Jugendverbands Jungwacht Blauring (Jubla) Schweiz und ehemalige Co-Geschäftsführerin der Caritas Aargau und Solothurn über Führungserfahrung und wisse, wie man mit knappen Finanzen umgehen könne.

Sie lebt seit 1996 in Küttigen, ist verheiratet und Mutter zweier erwachsener Töchter. «Darüber hinaus werden viele in der Gemeinde Regula Kuhn kennen als Mitgründerin des Elternvereins und des Mittagstischs, als Mitglied der Alters- oder früher der Integrationskommission und als Vorstandsmitglied der SP Küttigen-Rombach», so die Ortspartei in ihrer Mitteilung.

Der Gemeinderat Küttigen besteht derzeit aus zwei SVP-, zwei FDP und einem SP-Mitglied (Ammann Tobias Leuthard). Allerdings wurde Thomas Kaspar, der heute für die FDP politisiert und seinen Parteikollegen Peter Forster als Vizeammann beerben will, ursprünglich für die SP in den Rat gewählt.