Küttigen

SP-Ortspartei Küttigen kämpft gegen das Schreckgespenst «Fusion»

Blick von der Wasserfluh auf Küttigen und Aarau. Nach Meinung der SP soll auch Küttigen den Zukunfsraum Aarau mitgestalten.

Blick von der Wasserfluh auf Küttigen und Aarau. Nach Meinung der SP soll auch Küttigen den Zukunfsraum Aarau mitgestalten.

Die SP Küttigen-Rombach findet sich mit dem Nein der Gemeindeversammlung zum Projekt «Zukunftsraum Aarau» nicht ab. Sie sammelt Unterschriften für ein Referendum.

Am 4. Dezember hat die Gemeindeversammlung Küttigen die Teilnahme am Projekt «Zukunftsraum Aarau» verweigert.

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden, die den erforderlichen Kredit über das Budget beschliessen liessen, wollte der Gemeinderat Küttigen vom Stimmbürger einen Grundsatzentscheid. Doch die Gemeindeversammlung lehnte mit 110 gegen 86 Stimmen die weitere Beteiligung der Gemeinde am Projekt ab.

Gegen diesen Entscheid will jetzt die SP das Referendum ergreifen und sammelt Unterschriften. Bereits an der Gemeindeversammlung hatten SP-Vertreter, mit Support der CVP, das Projekt unterstützt, während FDP und SVP dagegenhielten.

«Die Zukunft aktiv gestalten»

Die SP stellt sich auf den Standpunkt, dass nicht nur die fünf Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die an der Gemeindeversammlung teilgenommen haben, über das wichtige Projekt entscheiden sollen.

«Die Zukunft von Küttigen-Rombach geht alle etwas an», schreibt die Partei. «Die SP will die Zukunft mit der Region aktiv gestalten und vorausdenken», heisst es weiter im Flugblatt, mit dem für das Referendum geworben wird.

Angestossen wurde der Prozess, der eine Fusion nicht ausschliesst, von der Stadt Aarau.

Der Stadtrat hatte in seinem Entwicklungsleitbild im August 2011 nämlich folgendes Ziel definiert: «Die Vision des Stadtrats ist, dass die bereits heute intensiv verflochtenen und baulich zusammengewachsenen Gemeinden im Raum Aarau in zehn bis zwölf Jahren eine lebenswerte und wettbewerbsfähige Stadt mit gesamtschweizerischer Ausstrahlungskraft bilden.»

Fusion ist nur eine Option

Auch wenn eine Fusion ins Auge gefasst wurde, ist das Projekt «Zukunftsraum» darauf angelegt, dass jedes Ergebnis möglich ist. Darauf beruft sich auch die SP Küttigen.

«Nicht die Fusion steht im Zentrum, sondern die Abklärungen über vertiefte Kooperationen.» Die Fusion war wohl aber das Schreckgespenst, das zum Nein der Gemeindeversammlung führte.

Aus Sicht der SP Küttigen-Rombach darf sich die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden nicht auf die möglichst effiziente und schlanke Gestaltung der Verwaltung beschränken.

«Die Gestaltung des Lebensraums soll aktiv angegangen werden und eine ganzheitliche Weiterentwicklung der Gemeinde in sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht gefördert werden.»

Die Verflechtungen in der Region seien bereits heute in vielen Bereichen Realität, stellt SP-Präsidentin Marianne Schmid fest. «Wir nützen Ausgangs- und Freizeitmöglichkeiten sowie Kulturangebote in der Agglomeration. Unsere Jungen besuchen die Berufs-, Bezirks- und Kantonsschulen in Aarau. Wir sind Beitragsgemeinde der Stadtbibliothek.» Bei der Weiterentwicklung abseitszustehen, bringe der Gemeinde nichts.

Die geringen Kosten für das Projekt von 13 000 Franken lohnten sich. Das Projekt «Zukunftsraum Aarau» stelle auch für Küttigen-Rombach eine Chance dar. Die Referendumsfrist läuft bis 13. Januar.

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