Aarau

SP-Attacke in der Stadion-Frage: «Nicht zur Geisel einer Fehlplanung machen»

Das neue Stadion-Projekt sieht vier unterschiedlich hohe Wohn- und Geschäftshäuser vor, platziert in den Ecken des Stadions.zvg/Visualisierung

Das neue Stadion-Projekt sieht vier unterschiedlich hohe Wohn- und Geschäftshäuser vor, platziert in den Ecken des Stadions.zvg/Visualisierung

Nächster Akt im Aarauer Stadion-Streit. Jetzt verschärft auch die SP den Ton gegen die Bauherrin HRS.

Die Initianten der Crowdfunding-Aktion "meinstadion.ch" sind mit Vorgehen der HRS und des heutigen Stadtrates nicht zufrieden, wie sie an einer Medienkonferenz vom Freitag deutlich machten.

In was für einem Spannungsfeld die ganze Stadionfrage liegt, zeigt die gestrige Medienmitteilung der SP Aarau. Die Partei nimmt «mit Erstaunen zur Kenntnis, dass die HRS das Fussballstadion nun sogar mit vier Hochhäusern und mit einem sehr ambitionierten Zeitplan realisieren will».

Die SP erwartet, «dass sich der neue Stadtrat nicht zur Geisel einer HRS-Fehlplanung macht, das städtebaulich heikle Projekt mit der notwendigen siedlungspolitischen Sorgfalt prüft und dafür sorgt, dass die demokratischen Abläufe konsequent eingehalten werden». Dazu gehöre auch eine sorgfältige Prüfung der Frage, ob dieses stark veränderte Projekt nicht nochmals einer Volksabstimmung unterworfen werden solle.

«Denn schliesslich haben die Stimmberechtigten im Februar 2008 nicht nur über 17 Millionen abgestimmt, sondern über ein städtisches Infrastrukturprojekt mit vielen Möglichkeiten für den Breitensport in der Mantelnutzung – nicht über ein Fussballstadion, das über vier Hochhäuser, die bis zu 79 Metern hoch werden und Wohnraum für 1300 neue Stadtbewohner bieten
sollen, querfinanziert wird.»

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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