Aarau
Soll der Bus noch durch die Altstadt?

Spätestens seit der Verkehrsberuhigung der Aarauer Altstadt vor bald fünf Jahren ist die Frage der Erschliessung des historischen Zentrums durch BBA-Busse ein zentrales und heiss diskutiertes Thema.

Hermann rauber
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Das Problem konnte auch im Rahmen der Vorlage für die Neugestaltung der Altstadtgassen nicht gelöst werden. Bei der Volksabstimmung über den Baukredit von 7,4 Millionen Franken am 30. November 2008 wurde die künftige Linienführung des öffentlichen Verkehrs bewusst ausgeklammert.

Die Politiker wollten nach dem Rückzug der Volksinitiative «Für eine sinnvolle Gestaltung der Altstadtgassen», die den Busverkehr aus der Rathaus- und Metzgergasse verbannen wollte, nicht zusätzlich Öl ins Feuer giessen. Stattdessen einigte sich der Einwohnerrat im Spätherbst 2007 auf einen Zusatzkredit über 50000 Franken für die «Prüfung alternativer Buslinien» in der Aarauer Altstadt. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Kantons, der Stadt und des BBA hat ihre Beratungen jetzt beendet, der Bericht befindet sich in der Schlussredaktion und wird demnächst auf dem Tisch des Stadtrates und anschliessend im Einwohnerrat landen.

Im Moment paradoxe Situation

Seit Anfang Juli dieses Jahres sind im Zuge der Gassenumgestaltung die Bushaltestellen vor der Postfiliale und an der Rathausgasse aufgehoben respektive verlegt worden. Im Moment herrscht also die reichlich paradoxe Situation, dass die BBA-Fahrzeuge zwar nach wie vor durch die Altstadt fahren, aber nicht mehr offiziell halten. Sehr zum Ärger des Detailhandels und Gewerbes im Zentrum, das sich mit einer Petition für eine Beibehaltung der Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr stark gemacht hatte.