Ein paar Sofas stehen im Kreis, die jungen Leute, die darauf fläzen, lachen, singen, löffeln Schoggibananen aus. Und da grillt doch einer tatsächlich eine Wurst über einer Feuerstelle, mitten in Aarau. Was das wohl ist? Zwei Frauen mit Einkaufstaschen bleiben stehen, gucken etwas ratlos und stecken die Köpfe zusammen. Da springt eine junge Frau heran und lächelt die Damen an: «Fragen Sie sich gerade, wer wir sind und was wir hier tun?»

Pure Absicht

Die fragenden Gesichter sind den jungen Leuten nicht etwa unangenehm, sondern gewollt. Es sind allesamt Leiter der Cevi Jungschar, ein Teil der weltweiten überkonfessionellen Jugendbewegung YMCA/YWCA. In der Schweiz ist der Cevi mit 15 000 Mitgliedern der drittgrösste Jugendverband, jährlich finden über 80 Ausbildungskurse und gegen 300 Lager statt. «Wir sind hier, um zu erklären, wer wir sind, und um auf unser freiwilliges Engagement aufmerksam zu machen», sagt Laura Rickenbacher.

Mitsamt den Leitern von zehn anderen Cevi-Abteilungen des Regionalverbandes Aargau-Solothurn-Luzern-Zug hat sie deshalb am Samstagnachmittag für die Aktion «Cevi macht sichs bequem» ein Sofa auf den Holzmarkt geschleppt. «Wenn wir uns mitten in die Stadt setzen, fallen wir auf», so Rickenbacher. Nebst dem Bekanntmachen in der Öffentlichkeit geht es aber auch darum, dass sich die Leiter austauschen und einen Tag gemeinsam geniessen können. Und zum Schluss des Tages hofft Rickenbacher, ein anderes Sofa mitzunehmen, als sie hierhergebracht hat. «Vielleicht steht ja bald das Sofa eines anderen Leiterteams bei uns in Aarau.»