Erlinsbach AG: Die Stimmbürger (191 von 2858 waren anwesend) genehmigten das Budget 2019 mit dem gleichbleibend tiefen Steuerfuss von 95 Prozent. Es rechnet mit einem Minus von knapp 90 000 Franken bei einem Gesamtumsatz von rund 13,7 Mio. (operatives Ergebnis, ohne Werke). Ausserdem hat die Gmeind Ja gesagt zu zwei Krediten für die Ersetzung alter Gusswasserleitungen durch Kunststoffleitungen. Das kostet 443'700 Franken (Aeplistrasse, Abschnitt Pfrundweg–Haslimattweg) respektive 604'500 Franken (Sonnhalde, Abschnitt Bandweg-Aeplistrasse).

Biberstein: Die Gmeind hat dem «Schulvertrag Aarau Nord» mit der Kreisschule Aarau-Buchs zugestimmt. Das bedeutet, dass künftig alle Bibersteiner Oberstufenschüler von der Kreisschule unterrichtet werden. Genehmigt wurde auch das Budget 2019 mit einem Steuerfuss von unverändert 92 Prozent. Weiter haben die 96 anwesenden (von total 1191) Stimmbürger dem Baurechtsvertrag Haselhaus zugestimmt sowie zwei Krediten: 247'000 Franken für Arbeiten am Gemeindehaus und 174'000 Franken für Anpassungen im Zusammenhang mit dem Kantonsstrassenausbau. 

Oberentfelden: Die Gmeind hat das Budget 2019 in der Fassung des Gemeinderates mit grossem Mehr gegen 6 Nein gutgeheissen. Anwesend waren 152 von 4815 Stimmberechtigten. Der Voranschlag sieht bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 110 Prozent ein Defizit von rund 296 000 Franken vor. Der budgetierte Aufwandüberschuss entspricht rund zwei Steuerprozenten. Von SP-Seite wurde daher beantragt, den Steuerfuss um 2 Prozent auf 112 Prozent anzuheben, um ein ausgeglichenes Budget zu erreichen. Begründung: In relativ guten Zeiten die Schulden zu vermehren, gehe nicht an. Der Antrag scheiterte klar. Er vereinigte bloss 10 Stimmen auf sich.
Ja sagte die Versammlung fast oppositionslos (3 Nein) zur Fortführung des Projekts «Lohn statt Sozialhilfe» für weitere fünf Jahre. Die Aufstockung um 160 Stellenprozente bei den Sozialen Diensten hiessen die Stimmberechtigten mit grossem Mehr (11 Gegenstimmen) gut. Durchs Band weg deutlich fiel auch die Zustimmung zu vier Kreditvorlagen aus. Diese betrafen die Altlastensanierung von Scheibenstand und Kugelfang der Schiessanlage Römergut (2 Gegenstimmen), die Sanierung der Schönenwerderstrasse (8 Gegenstimmen), die Sanierung des Pilatusweges (24 Gegenstimmen) und den Ersatz des Grusplatzes auf dem Sportplatz Schützenrain durch ein Kunstrasenspielfeld (4 Gegenstimmen). Der Oberentfelder Nettokredit-Anteil beträgt hier 128 000 Franken. Bedingung für die Realisierung des Kunstrasenprojekts ist, dass die Gemeinde Unterentfelden am 3. Dezember den ihr auferlegten Nettokredit-Anteil von 64 000 Franken gutheisst.

Densbüren: An der Gemeindeversammlung in Densbüren nahmen gestern 70 von 559 Stimmberechtigten teil. Das wichtigste Thema kam gleich zu Beginn: die Standortsicherung der Schule. Die Densbürer stimmten einer Partnerschaft mit der Schürmatt (Stiftung für Menschen mit Beeinträchtigung) im Rahmen der Budgetabstimmung grossmehrheitlich zu. Ab Schuljahr 2019/2020 vermietet die Gemeinde ein Schulzimmer plus Benützung der Schulanlage an die Schürmatt. Diese übernimmt künftig auch den Mittagstisch.
«Das Projekt wird das Leben aller Beteiligten bereichern», sagte Vizeammann Robert Wernli. Ab August 2019 gibt es in Densbüren eine Klasse mit kognitiv oder mehrfach beeinträchtigten Grundschülern. Die Regelschulklasse wird weiterhin von Lehrern der Schule Densbüren unterrichtet. «Wir klären noch, ob Lektionen zusammengelegt werden», sagte Robert Wernli. Der Vertrag läuft mindestens drei Jahre.
«Was ist, wenn es nicht funktioniert und es zu Mobbing kommt?», fragte ein Votant. Und eine Votantin wollte wissen, worin das Interesse der Stiftung Schürmatt liege, in Densbüren ein Klassenzimmer zu mieten. Die Klassen sollen in Kontakt kommen, so der Vizeammann. Bei Mobbing könne die Lehrerschaft der Schule Densbüren und der Stiftung Schürmatt zusammen reagieren.
Laut Vizeammann Robert Wernli wird die Partnerschaft eine positive Ausstrahlung über die Gemeindegrenze hinaus haben. Er sagte: «Ein solches Projekt ist im Aargau neuartig. Es wird den Schulbetrieb bunter machen.» Densbüren schafft es dank externer Schüler seit Jahren knapp, die vom Kanton vorgegebenen Mindestzahlen an Schülern zu erreichen.
Ausser der neuen Schulpartnerschaft beinhaltete das Budget 2019 einen unveränderten Steuerfuss von 117 Prozent, sowie diverse kleinere Investitionen für das Schulwesen. Auch die weiteren Traktanden nahm die Gemeindeversammlung grossmehrheitlich an. Darunter zwei Kredite im Gesamtumfang von 285'000 Franken für die Sanierung zweier Wasserreservoire sowie 51'000 Franken für die Aufbereitung des Leitungskatasters Abwasser.

Auenstein: Die Teilrevision der Gemeindeordnung wurde, mit Ausnahme der Delegation von Einbürgerungen an den Gemeinderat, angenommen (es ist noch ein Urnengang nötig). Ein Rückweisungsantrag – geltend gemacht wurde ein formaljuristischer Fehler bei der Einladung – wurde abgelehnt. Geändert wird damit die Anzahl Schulpfleger (drei statt fünf) und die Zahl nötiger Unterschriften für ein Referendum. Genehmigt haben die Stimmbürger – 71 von 1169 waren anwesend – das Budget 2019 (gleichbleibender Steuerfuss von 93 Prozent) sowie einen Kredit für eine neue Wasserleitung.