In Buchs ist Ende Oktober die 45 Millionen Franken teure Sanierung des Pflegezentrums Suhrhard (98 Bewohner) vollendet worden. In Rupperswil wurde im Februar der Neubau des Alters- und Pflegeheims Länzerthus (120 Pensionäre) abgeschlossen. Kosten: rund 42 Millionen Franken.

In Menziken findet am Samstag die Einweihung der Erweiterung der Residenz Falkenstein statt.

Die Altersheime der Sechziger- und Siebziger-Jahre müssen modernisiert werden. Es entstehen Pflegezentren, in denen die Senioren teilweise in einer Art Wohngemeinschaft leben. Im Vordergrund steht nicht die Expansion: Betten hat es tendenziell genug. Die AZ hat eine Bestandesaufnahme in der Region Aargau West gemacht. Die wichtigsten Resultate:

Am grössten ist der Nachholbedarf in Aarau. Bevor die Umbauten in Angriff genommen werden konnten, musste die Abstimmung über die Privatisierung der städtischen Heime abgewartet werden. Das Volk hat im letzten Mai die Überführung in eine Aktiengesellschaft abgelehnt. Die Sanierung von Teilen des Golatti (58 Bewohner) und der mögliche Neubau des Herosé (116 Bewohner) wird Grössenordnung 50 Millionen Franken kosten.

In Beinwil am See steht die Erneuerung des Dankensberg (heute 54 Betten) an. Zuletzt hat die Gemeinde ein Darlehen und eine Bürgschaft an das 13 Millionen Franken teure Vorhaben bewilligt.

Das Alterzentrum Schöftland (125 Betten) hatte zuletzt für Gesprächsstoff gesorgt, weil es von einem Hacker angegriffen worden war. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungsarbeiten für ein Sanierungs-Grossprojekt, in dessen Rahmen der alte Bau vollständig ersetzt werden soll. Hatte es in der Vergangenheit Finanzierungsprobleme gegeben, so sieht es jetzt besser aus. Die Rede war schon von einem Baubeginn im 2019.

Im Altersheim «Unteres Seetal» (97 Senioren) in Seon werden gegenwärtig vier Millionen Franken verbaut. Das Augenmerk liegt auf der Vergrösserung der Teeküchen.

Das Alterszentrum Schiffländi (heute 92 Plätze) in Gränichen ist vergleichsweise jung. Das im letzten Jahr eingeweihte Demenzzentrum «Haus am Bach» kostete acht Millionen Franken.

Eine Demenzabteilung (20 Plätze, 11 Millionen Franken Investitionskosten) wird auch dem «Lindenfeld» in Suhr angegliedert. Im «Lindenfeld» (eröffnet 1977) leben heute 150 Rentner.

In Kölliken gibt es gewissen baulichen Anpassungsbedarf. Die «Sunnmatte» (64 Pensionäre) ist 2002 letztmals im grösseren Stil modernisiert worden. «Natürlich finden laufend Unterhaltsarbeiten und Sanierungen, vor allem der Nasszellen, statt», erklärt Roland Brauen vom Vorstand des Alterszentrums.

Im Alterszentrum Steinfeld in Suhr (99 Bewohner, gebaut 1961) ist eine Vergrösserung kein Thema. Aber eine Grundrenovation. Das Gebäude ist um die Jahrtausendwende aufgestockt und modernisiert worden.

Das Regionale Altersheim Muhen (55 Pensionäre) wurde schon mehrfach teilrenoviert und erweitert. Ein Grossprojekt steht zurzeit nicht an. «Die Zimmer werden bei uns laufend saniert», erklärt Heimleiter Leonardo Stanca.

Ein Grossprojekt war der Neubau des Pflegeheims «Obere Mühle» in Lenzburg (abgeschlossen 2016). Mit dem 42-Mio.-Projekt wurde Raum für 98 Personen geschaffen.

Dank der 2014 abgeschlossenen Erweiterung verfügt der «Hungeligraben» in Niederlenz jetzt auch über sechs Zimmer für Demenzpatienten (insgesamt 40 Bewohner).

Im Chestenberg Möriken-Wildegg (42 Senioren) wurde 2011 ein Erweiterungsbau realisiert.

Das Alterszentrum «Im Zopf» in Oberentfelden (94 Betten, 52 Alterswohnungen) ist 2006 teilrenoviert worden.