Das dürfte für Aufregung sorgen: Hanspeter Hilfiker (51) schlägt vor, städtisches Tafelsilber zu Geld zu machen. Er will für 40 bis 50 Millionen Franken Aktien des Energieversorgers IBAarau verkaufen. Die Stadt soll ihren Anteil von heute 95 auf 80 Prozent reduzieren.

Mit den 50 Millionen sollen die städtischen Beiträge an vier Generationenprojekte finanziert werden. Hilfiker denkt primär an das Fussballstadion. Aber auch an das Kulturprojekt Alte Reithalle sowie ein Hallenbad für den Ersatz der sanierungsbedürftigen Anlage in der Telli. Und an das KiFF, das einen neuen Standort braucht.

Stadtrat Hanspeter Hilfiker erklärt in einem Youtube-Video auf seiner Homepage, wie er das neue Fussballstadion finanzieren will

Stadtrat Hanspeter Hilfiker erklärt in einem Youtube-Video auf seiner Homepage, wie er das neue Fussballstadion finanzieren will

Die IBAarau hat laut Hilfiker einen Wert von 300 Millionen Franken. Der HSG-Ökonom und freisinnige Stadtpräsidenten-Kandidat ist überzeugt, dass es Interessenten für die IBA-Aktien gibt. Er spricht von schweizerischen Investoren. Der Aktienverkauf würde nicht nur der Stadt, sondern auch dem Energieunternehmen dienen: «Die IBA würde einen professionellen Investor gewinnen, der die Entwicklung des Unternehmens langfristig gebleiten will», sagt Hilfiker.

Der Freisinnige verweist auf das Beispiel der Stadt Rapperswil: «Sie hat durch den Verkauf von 60 Prozent ihres Energieversorgers die Schulden vollständig abgebaut, die Steuern gesenkt und einen Energiefonds geschaffen.» (uhg)