Region
So haben die Gemeindeversammlungen im Westaargau entschieden

Am Freitagabend haben mehrere Gemeinden im Westaargau ihre Gemeindeversammlungen abgehalten. Hier finden Sie die Resultate.

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Densbüren bleibt beim Zukunftsraum Aarau dabei.

Densbüren bleibt beim Zukunftsraum Aarau dabei.

Nadja Rohner

Oberkulm:

Ob die regionale Oberstufenschule am Schluss tatsächlich 150 Lehrer und gegen 1000 Schüler haben wird, ist noch nicht ganz klar. Es könnten noch Referenden ergriffen werden. Und die Fälle Gontenschwil (Ablehnung) und Birrwil (Rückweisung) sind noch nicht gelöst. Aber gestern Abend befasste sich mit Oberkulm die letzte der elf Gemeinden mit der Schulfusion. Eine grosse Mehrheit der an der Gemeindeversammlung anwesenden Stimmberechtigten (79 von insgesamt 1747) stimmten dem Beitritt zur Kreisschule aargauSüd zu. Somit kann das Oberkulmer Schulhaus als Filiale des Schulstandorts Unterkulm bestehen bleiben. Künftig werden drei Sek-/Realklassen in Oberkulm geführt. Von den 11 Gemeinden haben insgesamt 9 Gemeinden Ja gestimmt.
Ja sagte die Gmeind auch zum Kinderbetreuungsreglement. Ein Antrag zur Heraufsetzung des maximal für Beiträge infrage kommenden Gesamteinkommens (80 000 statt 75 000 Franken) blieb chancenlos. Der Verkauf einer Parzelle im Unterfeld für 37 620 Franken wurde bewilligt. Ebenso die Rechnung 2017 (mit Ertragsüberschuss von 601 612 Franken).

Erlinsbach AG:

«Ich möchte eine Information geben, aber keine Diskussion eröffnen zum Thema Tempo 30. Sonst gibt es für Sie heute keine Wurst mehr», eröffnet Gemeindepräsidentin Monika Schenker das letzte Traktandum «Verschiedenes» der Gemeindeversammlung lachend. Sie forderte die Anwesenden dazu auf, von der Umfrage Gebrauch zu machen, in welcher sie der Gemeinde ihre Meinung zu Tempo 30 mitteilen können. Frühestens im nächsten Sommer soll über einen Kredit für die Einführung von Tempo 30 abgestimmt werden.
155 von 2821 Stimmberechtigten waren anwesend. Alle Traktanden wurden angenommen. Darunter die Rechnung 2017 mit einem Ertragsüberschuss von 1 618 830 Franken. Der Kredit über 1,1 Mio. Franken für den Ausbau des Dachgeschosses der Alten Trotte zu Wohnungen wurde mit vier Gegenstimmen genehmigt. Ausserdem wurden vier Einbürgerungsgesuche angenommen.

Densbüren:

Die Stimmbürger von Densbüren – anwesend waren 58 von 557 – haben entschieden, dass sie sich an einer Fusionsanalyse im Rahmen des «Zukunftsraums Aarau» beteiligen werden (48 Ja, 10 Nein). Damit haben alle involvierten Gemeinden (auch Aarau, Suhr und beide Entfelden) Ja zum nächsten Schritt gesagt. Weiter genehmigte die Gmeind einen Kredit von 150 000 Franken für die Sanierung des Trottoirs und der Wassersteine an der Dorfstrasse in Asp und einen Kredit von 30 000 Franken für neue iPads für die Schule.

Hunzenschwil:

Nachdem vor einer Woche Rupperswil dem Transfer seiner Gemeindepolizei vom Suret-Verbund (Suhr, Buchs, Gränichen) zur Repol Lenzburg zugestimmt hat, tat dies gestern auch Hunzenschwil. Ohne grosse Diskussion mit 61 zu 3 Stimmen. Wenig Brisanz enthielten auch die übrigen Geschäfte der Gmeind (anwesend waren 70 von 2351 Stimmberechtigten). Der Rechnung 2017, die deutlich besser abgeschlossen werden konnte als budgetiert, stimmte der Souverän ebenso zu wie den 13 Kreditabrechnungen über insgesamt 18,5 Mio. Franken.

Möriken-Wildegg:

Wie erwartet ging die Gemeindeversammlung rasch über die Bühne und Ammann Hans-Jürg Reinhart konnte die wenigen anwesenden Stimmbürger (53 von insgesamt 2801) schon bald wieder in den lauen Sommerabend entlassen. Zuvor war die Kreditabrechnung für den neuen Verpflegungstrakt beim Schwimmbad mit einer Unterschreitung von 46 263 Franken bei ursprünglich bewilligten 947 700 Franken anstandslos genehmigt worden. Auch die Rechnung 2017 mit einem Gewinn von 1 159 743 Franken wurde durchgewunken.

Schlossrued:

Die Meteorwasserleitung Rütiacker kann gebaut werden. Die Schlossrueder Stimmbürger (von 639 waren 45 anwesend) genehmigten gestern den entsprechenden Kredit von 129 000 Franken. Abgesegnet wurden auch die beiden anderen Kreditanträge: die 40 000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung im Bereich Mülimatt und die 50 000 Franken für die Sanierung des Teilbereichs Wüestmattstrasse (Abrutschen Böschung). Genehmigt wurde auch die Rechnung 2017 mit einem Ertragsüberschuss von 275 855 Franken (budgetiert war ein Minus von 239 295 Franken).

Schmiedrued:

Die Rechnung 2017 der Gemeinde Schmiedrued schloss um knapp 300 000 Franken besser ab als budgetiert. Im Budget war ein Minus von 157 400 Franken vorgesehen, am Ende resultierte ein Gewinn von 135 864 Franken. Dieses gute Resultat, das dank höheren Steuereinnahmen erzielt worden war, segnete die Gmeind gestern ab. Die hohen Steuereinnahmen sind aber mit Vorsicht zu geniessen, da sie vor allem aus Nachträgen vergangener Jahre bestehen. Genehmigt wurden auch Protokoll und Rechenschaftsbericht 2017. Von 870 Stimmbürgern waren nur 42 anwesend.

Othmarsingen:

Othmarsingen folgt anderen Gemeinden der Region und tritt aus dem Gemeindeverband Lindenfeld aus. Die Gmeind hat dem Kündigungsantrag per 31. Dezember 2019 des Gemeinderates stattgegeben. Bewilligt wurden auch zwei Verpflichtungskredite: Für 240 000 Franken wird der Ringweg saniert und 920 000 Franken fliessen in Werkleitungs- und Sanierungsarbeiten am Garten- und Haldenweg, an der alten Lenzburgerstrasse, am Spannhagweg und am Rosenweg. Die 63 anwesenden von 1713 Stimmbürgern genehmigten auch die übrigen Geschäfte.