Aarau

«Smart City»: Jetzt wird die Stadtbibliothek digitaler

Leihmedien aller Art in der Aarauer Stadtbibliothek im Hübscherhaus am Graben erfreuen sich ungebrochen einer grossen Nachfrage.

Die Stadtbibliothek Aarau wird digitalisiert.

Leihmedien aller Art in der Aarauer Stadtbibliothek im Hübscherhaus am Graben erfreuen sich ungebrochen einer grossen Nachfrage.

Die Stadtbibliothek muss den Anforderungen der sich verändernden Gesellschaft gerecht werden. Um das zu erreichen, wurde im Rahmen von «Smart City» ein digitales Konzept mit kurz- und mittelfristigen Massnahmen für die Jahre 2020 bis 2025 erstellt, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Das Ziel: Die Bibliothek entwickelt sich mehr und mehr vom Ausleihort für Medien hin zu einem Ort, an dem Medien- und Informationskompetenz der Bevölkerung gestärkt werden, einem Ort für lebenslanges Lernen und einem Ort des Austauschs von Wissen. Handlungsbedarf bestehe unter anderem in den Bereichen «Veranstaltungsangebote mit digitalen Medien» oder «digitale Medienangebote zu Ausleihen», beispielsweise zu E-Medien.

«Die E-Medien werden bereits heute rege genutzt», sagt Melanie Morgenegg, Leiterin Abteilung Kultur. So können via die Website der Stadtbibliothek elektronische Bücher und Hörbücher in Deutsch und Englisch ausgeliehen werden. Dieses Angebot wird laufend erneuert und ausgebaut. Das neuste digitale Angebot, das letztes Jahr aufgenommen wurde, sind Tonie-Hörspielfiguren, als «Hörbücher» für die Kleinsten.

Zusätzliche 50-Prozent-Stelle

Verstärkt werden soll auch die digitale Kommunikation. Hierzu gehört die zeitgemässe Nutzung von Social Media, digitales Storytelling, Aktualisierung und Optimierung von Website und Infoscreens.

Eine digitale Stärkung braucht nicht nur Ideen und Geräte, sondern auch Betreuung. Kundinnen und Kunden müssen in der Benutzung der digitalen Angebote betreut, Online-Auftritte gestaltet und moderiert werden. Das setzt beim Personal die entsprechenden Fähigkeiten voraus – und Kapazität. «Wir haben eine zusätzliche 50-Prozent-Stelle gesprochen bekommen, befristet auf zwei Jahre», sagt Morgenegg. In dieser Zeit gelte es nun, die Möglichkeiten auszuloten, Projekte anzupacken und umzusetzen sowie das Personal weiter zu entwickeln.

«Der Spagat zwischen den Bedürfnissen der unterschiedlichen Kunden der Stadtbibliothek ist über alle Generationen hinweg natürlich riesig», so Morgenegg. Mit der zunehmenden Digitalisierung solle auch niemand vergrault werden. «Uns sind alle Kundinnen und Kunden wichtig und wir versuchen immer, alle Bedürfnisse abzudecken, was uns auch gut gelingt.» Notabene sei das Interesse älterer Generationen an der Digitalisierung überraschend gross: «Das IT-Café beispielsweise ist immer gut besucht und auch die elektronischen Medien finden grossen Anklang bei älteren Personen.»

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