Einiges ist noch offen, was die neue Konzession des Flusskraftwerkes der IBAarau betrifft. Zum Beispiel, ob das Kraftwerk nicht doch an den Kanton Solothurn heimfallen soll (siehe Box). Ein kleines, für die Stadtbevölkerung aber wichtiges Detail ist schon jetzt entschieden: Es wird auf der Kraftwerkinsel kein Bistro geben – sogar das WC ist vorläufig vom Tisch. 

Erreicht haben dies die 70 Einsprecher vom Hungerberg. Sie wehrten sich in der Verhandlung mit der IBAarau vehement gegen dieses Neben-Projekt. In den Augen der Hungerbergler ist das Bistro eine reine Lärmquelle. Die Meldung, es seien 60 Innen- und 100 Aussenplätze geplant, schreckte sie auf. «Die Natur im Aareraum ist attraktiv und benötigt keine ‹Aufwertung›, die noch mehr Zivilisationsmüll und Partylärm verursacht», schrieb bereits im letzten November ein besorgter Anwohner in einem Leserbrief.

Alle Beteuerungen seitens der IBAarau, geplant sei nur eine Art Wald-Beiz oder ein Bistro, damit die Mütter neben dem geplanten Spielplatz einen Kaffee trinken könnten, nützten nichts. Auch der Vorschlag, die Stühle hinter das Gebäude auf die dem Hungerberg abgewandte Seite zu stellen, brachte die Anwohner nicht zum Einlenken. Ihre Bedingung: Erst wenn das Bistro vom Tisch ist, ziehen wir die Einsprachen gegen das Kraftwerkprojekt zurück.

Verhandlungen scheiterten

Nun bestätigt IBAarau-CEO Hans-Kaspar Scherrer: «Das Bistro kommt nicht, dieses Eingeständnis haben wir gemacht.» Er fände das sehr schade, schliesslich sei dies als Angebot an die Bevölkerung gedacht gewesen. «Nicht nur die Natur und die Fische sollten vom Kraftwerkumbau profitieren, sondern auch die Bevölkerung. Doch Gastronomie ist nicht unser Kerngeschäft, wir wollen mit dem Bistro nicht die Neukonzessionierung gefährden.»

Rund eine Million Franken hätte die Umsetzung gekostet. Diese Investition fällt für die IBAarau nun weg. Gesamthaft kostet die Kraftwerkserneuerung in einem ersten Schritt 126 Millionen Franken. Im Jahr 2035, wenn vier Turbinen ausgetauscht werden, sind noch mal 28 Millionen fällig. Was mit der Voliere auf dem sogenannten Vogelinseli geschieht, ist noch offen. Die Umgebungsgestaltung für die Kraftwerksinsel erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Vorderhand auch kein WC

Sogar die Toilettenanlage ist somit vorderhand vom Tisch. Der Spielplatz, der auf der Kanalinsel entsteht, ersetzt den heutigen auf der nördlichen Uferseite bei der Erlinsbacherstrasse. Dieser ist heute ebenfalls ohne WC.