Aarau

Sieben Jahre nach Fusion: Stadtrat soll Fazit ziehen

Vor sieben Jahren fusionierte die Stadt Aarau mit der Gemeinde Rohr.

Zusammenschluss

Vor sieben Jahren fusionierte die Stadt Aarau mit der Gemeinde Rohr.

Die zwei FDP-Einwohnerräte Silvano Ammann und Michel Meyer wollen vom Stadtrat wissen, wie er den Erfolg der Fusion zwischen Aarau und der Gemeinde Rohr beurteilt.

Per 1. Januar 2010 haben die Stadt Aarau und die Nachbargemeinde Rohr fusioniert. Nun, mehr als sieben Jahre später, wollen die beiden FDP-Einwohnerräte Silvano Ammann und Michel Meyer ein Fazit gezogen haben – vom Stadtrat. Sie haben bei der Kanzlei eine entsprechende Anfrage deponiert.

«Noch immer hört man Stimmen der Einwohner und Einwohnerinnen des Stadtteils Aarau-Rohr, die sich als Rohrer bezeichnen», heisst es in der Anfrage. «Zudem erhalten wir immer wieder Beschwerden, dass viele Versprechen, wie etwa Gemeindezweigstelle, Abfallsammelstelle oder Verkehrsanbindungen, nicht eingehalten wurden.»

Diese negativen Stimmen müssten im Hinblick auf den «Zukunftsraum Aarau» ernst genommen werden, so die beiden Anfragesteller. Bei diesem Projekt prüfen aktuell noch die Gemeinden Suhr, Ober- und Unterentfelden sowie Densbüren eine Fusion mit Aarau.

«Wie sollen die beteiligten Gemeinden von den Vorteilen der Fusion überzeugt werden, wenn immer noch ein Schatten aus einer erfolgten Fusion, das Vorgehen belastet?» Auch das sehr knappe Ja zur Kreisschule Aarau-Buchs in der Gemeinde Buchs (21 Stimmen gaben den Ausschlag) zeige, «dass ein Misstrauen gegenüber der Stadt noch immer vorhanden ist».

Konkret wollen Ammann und Meyer wissen, wie der Stadtrat «den allgemeinen Erfolg des Zusammenschlusses fast zehn Jahre nach der Gemeindefusion beurteilt». Weiter fragen sie, welche Lehren aus der Fusion gezogen wurden und wie diese in den «Zukunftsraum Aarau» eingebracht würden.

«Welche Massnahmen kann sich der Stadtrat vorstellen um die Identität neuer möglicher Stadtteile zu sichern, ohne dabei den Nutzen potenzieller Synergien zu untergraben?» Die freisinnigen Einwohnerräte wollen auch wissen, «wie wichtige Partner wie der Kanton oder die Verkehrsbetriebe» besser eingebunden werden könnten – offenbar beurteilen sie die Verkehrs-Anbindung des neuen Stadtteils an die alten als unzureichend. (NRO)

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