Buchs

Sie sah dem Messerstecher in die Augen: «Er hatte so einen bösartigen Blick»

«Er hatte einen bösartigen Blick»: Augenzeugin Katharina Kyburz  rief die Polizei – sie hat dem Täter in die Augen geschaut.

«Er hatte einen bösartigen Blick»: Augenzeugin Katharina Kyburz rief die Polizei – sie hat dem Täter in die Augen geschaut.

In Buchs kam es am Donnerstag zu einem Ehedrama: Ein 46-jähriger Türke stach auf seine ebenfalls 46-jährige Schweizer Frau ein. Zwei Passanten konnten ihn noch rechtzeitig stoppen, beobachtet von einer Augenzeugin, die das Erlebte schildert.

Am Tag nach der Tat danach klebt Blut auf dem Boden der Hauszufahrt. Dort, wo ein 46-jähriger Türke am Donnerstagnachmittag in einem Auto auf die Lenkerin, seine gleichaltrige Frau, einstach. An der Brummelstrasse in Buchs AG. 

Dort spielten sich dramatische Szenen ab. Katharina Kyburz bekam sie zufällig mit, sie war gerade beim Tatort vorgefahren, und schildert gegenüber Tele M1, was sie, nur einige Meter entfernt, beobachtete: «Ich habe gesehen, wie der Mann auf die Frau einsticht und einschlägt.»

Brummelstrasse in Buchs: Vor diesen Garagen stach der Mann auf seine Frau ein.

Brummelstrasse in Buchs: Vor diesen Garagen stach der Mann auf seine Frau ein.

Sofort alarmiert sie die Polizei. Bevor die ersten Beamten eintreffen, beobachtet Katharina Kyburz, wie zwei mutige Passanten den 46-jährigen Messerstecher überwältigen. 

Nun steigt die Rentnerin aus ihrem Auto aus – und blickt dem Täter direkt in die Augen: «Er hatte so einen bösartigen Blick», erzählt sie und macht eine lange Pause. Und fügt noch an: «Ich bewundere die zwei Männer, die ihn zu Boden gerissen haben. Und niedergedrückt haben, bis die Polizei gekommen ist.»

Das Opfer wurde schwer verletzt. «Die Frau hat etliche tiefe Messerstiche erlitten», führt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei, aus. «Man müsse ganz klar sagen, wenn die Helfer ihr nicht so tatkräftig und selbstlos zu Hilfe gekommen wären, dann wäre sie wahrscheinlich verstorben.»

Eine Ambulanz brachte das Opfer ins Kantonsspital Aarau. Dort wurde die 46-jährige Schweizerin notoperiert. Sie ist ausser Lebensgefahr. 

Warum der Mann, ein Türke aus dem Kanton Zürich, diese Tat begangen hat, ist noch unklar. Er wurde einem Amtsarzt vorgeführt, der ihn in eine psychiatrische Klinik einwies. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Strafuntersuchung eröffnet. (pz) 

Brummelstrasse Buchs

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