Aarau

Sie können auf ein bewegtes Jahr zurückblicken: Die Feuerwehrleute der Kantonshauptstadt

Jetzt freut sich die Feuerwehr auf 16 neue Kollegen und neue Fahrzeuge. Das erste kommt noch diesen Monat.

Aarau Das Jahr 2019 wird der Stützpunktfeuerwehr Aarau als dasjenige in Erinnerung bleiben, in dem sie zwei Grossbrände löschen musste: zuerst das Feuer in den Altstadthäusern an der Rathausgasse und dann dasjenige beim Restaurant Go West in der Telli. Beide Brände geschahen im September – der erste zu Beginn des Monats, das zweite am letzten Tag.

2560 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet

Der September war denn auch der Monat, an dem die Feuerwehr am meisten ausrücken musste, gab Kommandant David Bürge am Gesamtrapport bekannt: 23 Einsätze waren es, nah dran war nur der Monat Juni mit 20 Einsätzen. Am wenigsten ausrücken musste die Feuerwehr im Mai: acht Mal. Von Januar bis Ende November 2019 waren es insgesamt 156 Einsätze, die meisten übrigens jeweils um 15 und 18 Uhr.

Thomas Kuhn wurde verabschiedet.

Thomas Kuhn wurde verabschiedet.

106 davon betrafen falsche Alarme. Brände löschen musste die Feuerwehr 13 Mal, zehn Mal war die Öl- und Chemiewehr im Einsatz, etwa im Juni als Öl auf der Schwimmbadstrasse oder im Juli als Quecksilber am Erzgrubenweg auslief. Acht Bergungen, sechs Wasserwehr-Einsätzen, zwei Tierrettungen oder zwei Wespennest-Entfernungen stehen ebenfalls auf der Liste.

Den ehemaligen Kommandanten verabschiedet

Insgesamt leistete die Aarauer Feuerwehr 2560 Stunden Freiwilligenarbeit für die Bevölkerung. 2019 war für die Feuerwehr nicht nur sehr arbeitsintensiv, sondern auch punkto interner Organisation einige Veränderungen: David Bürge trat sein Amt am 1. April an. Er ist seither der erste Kommandant mit einem Vollzeitpensum.

Und auch Martin Tschanz feierte seinen Abschied.

Und auch Martin Tschanz feierte seinen Abschied.

Am Gesamtrapport wurden sein Vorgänger, Major Thomas Kuhn, und dessen Stellvertreter, Hauptmann Martin Tschanz, verabschiedet. Beides sehr verdiente Aarauer Feuerwehrmänner mit langer Dienstzeit: Thomas Kuhn 30 Jahre, und Martin Tschanz 27 Jahre. Sie waren im Sommer 2017 als Chefs eingesprungen, als sich die Feuerwehr Aarau generell und nach dem überraschenden Abgang des jungen Kommandanten Michael Gautschi ganz speziell in einer herausfordernden Phase befand. Die Situation hat sich seither stabilisiert. 15 Personen treten dieses Jahr aus der Aarauer Feuerwehr aus, mindestens 16 Personen kommen neu hinzu.

Zehn Feuerwehrleute wurden befördert. Stadträtin Suzanne Marclay übergab ihnen am Gesamtraport Geschenke. Kommandant Bürge seinerseits erinnerte daran, dass ein höherer Rang auch mehr Verantwortung bedeute. Mit vielen Ehren verabschiedet wurden neben den beiden abgetretenen Führungskräften auch Korporal David Umbricht, der 13 Jahren bei der Feuerwehr war.

Die Aarauer Rolle beim Eppenberg- und Bözbergtunnel

Zum Schluss gab er noch einen kurzen Ausblick ins nächste Jahr. Dieses wird zu einem grossen Teil im Zeichen der SBB stehen, die ihre beiden Bahntunnels durch den Eppenberg und den Bözberg eröffnet. Damit die SBB die Tunnels benutzen kann, braucht sie entsprechende Betriebsbewilligungen. Und da kommt die Stützpunktfeuerwehr Aarau ins Spiel: «Wenn wir mit ihnen die Übungen nicht machen, bekommen sie die Bewilligung nicht», erklärte David Bürge.

Die Feuerwehr wird demnächst neue Fahrzeuge erhalten: jetzt im Dezember ein Tanklöschfahrzeug und Anfang 2020 ein Strassenrettungsfahrzeug. Beide werden von der Aargauischen Gebäudeversicherung AGV finanziert. Die Stadt Aarau übernimmt ihrerseits die Kosten für ein neues Schlauchverlegefahrzeug, das auch nächstes Jahr geliefert werden soll. Fürs Jahr 2021 ist ein neues Personentransportfahrzeug geplant.

Als Dank für den Grosseinsatz ein Dessert von den Grundmanns

Als krönender Abschluss des Gesamtrapports sponsorte Alexandra Grundmann von der Besitzerfamilie des abgebrannten Altstadthauses den Feuerwehrleuten das Dessert. Entsprechende Dankesgesten machte sie auch bei den am Löschen des Altstadtbrands beteiligten Feuerwehren von Erlinsbach, Küttigen und Zofingen.

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