Aarau

Sie kam illegal nach Europa – und ist bald zweifache Geschäftsführerin

Eine Flucht mit Happy End

Eine Flucht mit Happy End

Rosine Dätwyler flüchtete als kleines Kind aus dem Kongo nach Europa. Heute führt sie ihr eigenes Kosmetik-Geschäft.

Rosine Dätwyler floh als kleines Kind mit ihrer Mutter aus dem Kongo in die Schweiz. Sie lernte Deutsch und liess sich zur Kosmetikerin ausbilden. Und trotz Vorurteilen wegen ihrer Hautfarbe gehört ihr nun ein eigenes Geschäft mit fünf Angestellten.

Dass die Schweiz nicht das gelobte Land ist, in dem Milch und Honig fliessen, ist bekannt. Flüchtlinge, die sich hier ein einfacheres Leben erhoffen, müssen hart arbeiten und unsere Sprache lernen, um sich zu integrieren.

Rosine Dätwyler hat dies gemeistert. Vor Jahren floh sie mit ihrer Mutter vom Kongo in die Schweiz. Sie flohen vor allem vor ihrem Vater und Ehemann und kamen illegal nach Europa. Wie sich das anfühlte, erzählt sie Tele M1: «Du bist an einem fremden Ort, es ist dunkel und man weiss nicht, wo man sich befindet. Man hat natürlich Hunger und gar nichts dabei. Man kann nur hoffen, dass alles gut wird.»

Gut – das ist es für sie geworden. Sie lernte Deutsch, machte eine Ausbildung zur Kosmetikerin und nebenbei die Matura. «Man muss die Sprache kennen, dann erfährt man, wie die Menschen denken», sagt die Kosmetikerin.

Doch obwohl sie fliessend Deutsch sprach, wurde sie am Arbeitsplatz mit vielen Vorurteilen konfrontiert: «Leute wollten sich wegen meiner Hautfarbe nicht von mir behandeln lassen.»

2009 eröffnete sie ein eigenes Kosmetik- und Spa-Geschäft in Aarau, das sich sehr erfolgreich entwickelte. Mittlerweile ist die Migrantin für fünf Arbeitsplätze verantwortlich – und eröffnet bald den zweiten Laden. Doch nicht nur das: Auch in der Familie läuft alles rund: Sie ist mit einem Aargauer verheiratet und hat eine vierjährige Tochter. (hug)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1