Veloverkehr

Sicher von Entfelden nach Aarau pedalen – das fordert eine Petition

Von Entfelden bis Aarau soll es einen durchgehenden Velostreifen geben – das fordert eine Petition. (Symbolbild)

Von Entfelden bis Aarau soll es einen durchgehenden Velostreifen geben – das fordert eine Petition. (Symbolbild)

Der Unterentfelder Jungpolitiker Nico Zobrist fordert in einer Petition einen durchgehenden Velostreifen von Entfelden bis nach Aarau.

Diese Petition hat es leicht. Nach nur vier Tagen hat «Für eine sichere Veloverbindung von Entfelden nach Aarau» am Donnerstagmorgen die 200 nötigen Unterstützer gefunden. Die Petition fordert, dass der Velostreifen auf der Entfelderstrasse stadteinwärts verlängert wird. Aktuell hört er beim Rotlicht (vor der Kreuzung Binzenhofstrasse) auf.

«Während den Stosszeiten staut sich der Verkehr ab der Goldernstrasse in Richtung Aarau, die Autos stehen nahe am Strassenrand und Fahrräder können die stehenden Autos oftmals nur gefährlich, mit wenig Abstand rechts überholen», so die Petition. Die Unterzeichnenden fordern - «zur Steigerung der Sicherheit und zur schnelleren Verlagerung vom Auto aufs Fahrrad» - den Ausbau des Fahrradstreifens bis zur Kurve Einmündung Zschokkestrasse.

Petitionär ist vom raschen Erfolg überrascht

Die Petition lanciert hat Nico Zobrist (18), Kantischüler, SP- und Juso-Mitglied aus Unterentfelden. Er ist ob dem raschen Erfolg seiner Petition überrascht. «Ich hätte nicht erwartet, dass das Anliegen so rasch so viele Unterstützer findet.»

Dass Zobrist mit seiner Petition eigentlich offene Türen einrennt, weiss er. Denn der Kanton (als Eigentümer der Strasse) hatte für die Entfelderstrasse stadteinwärts bereits einen gemeinsamen Rad- und Gehweg vorgesehen. «Auf Wunsch der Stadt Aarau wurde dieses Projekt jedoch sistiert», schrieb der Regierungsrat im Herbst 2018 als Antwort auf eine Interpellation von Gabriela Suter, damals noch SP-Grossrätin.

Die Stadt begründete ihre Intervention damals damit, dass erst dann ein Projekt erarbeitet werden soll, «wenn dies aus Gründen des baulichen Unterhalts notwendig» werde. Dies, weil erst 2017 in diesem Strassenabschnitt Belagsarbeiten ausgeführt worden seien, so der Stadtrat weiter.

«Warum werden Velofahrer gezwungen, einen Umweg zu fahren?»

Nico Zobrist sagt, er wolle mit der Petition den Plänen des Kantons wieder Schub verleihen - und dafür sorgen, dass es auch die Stadt im Hinterkopf behalte. «Man kann nicht über die Staus auf den Einfallsstrassen klönen, und gleichzeitig nicht dafür sorgen, dass es den Leuten einfacher gemacht wird, aufs Velo umzusteigen.» Zwar gäbe es die Möglichkeit, mit dem Velo über die Quartierstrassen auszuweichen. «Aber warum werden Velofahrer gezwungen, einen Umweg zu fahren?», fragt er. Jeder Umweg sei doch ein Argument mehr, aufs Velo zu verzichten.

Nico Zobrist erhält aber nicht nur Beifall für seine Petition, auf den Sozialen Medien weht ihm heftiger Gegenwind um die Ohren. Er nimmt es sportlich und hält lächelnd dagegen. «Ich sehe das als guten Lehrblätz fürs Argumentieren.»

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