Berufung zurückgezogen

«Sex-Lehrer von Aarau»: Opfer akzeptiert Strafe für ihre Lügengeschichten

Der «Sex-Lehrer» arbeitete an der Bezirksschule Aarau. (Archiv)

Der «Sex-Lehrer» arbeitete an der Bezirksschule Aarau. (Archiv)

Vor 13 Jahren ging ein Bez-Lehrer mit einer heute 27-jährigen Schülerin eine Beziehung ein. Der «Sex-Lehrer» wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, sie erfand happige Lügengeschichten und wurde auch verurteilt. Nun hat sie die Berufung zurückgezogen.

Das Verfahren zwischen dem ehemaligen Aarauer Bezirksschullehrer und einer Schülerin geht dem Ende entgegen. Zwischen 2002 und 2005 hatten die beiden eine Liason miteinander, welche 2012 aufflog. Der Lehrer wurde fristlos entlassen. Zudem wurde er wegen Sex mit einer Minderjährigen sowie Pornografie zu drei Jahren Gefängnis und einem Berufsverbot verurteilt. Die massiven Vergewaltigungs- und Nötigungsvorwürfe seitens der Schülerin hatten dem Mann aber nicht nachgewiesen werden können.

Doch weil die heute 27-jährige Frau in den Jahren 2007 und 2008 immer wieder neue Lügengeschichten gegen den Lehrer erfand, klagte er sie schliesslich wegen falscher Anschuldigungen ein. Vor einem Jahr wurde die Frau deswegen verurteilt zu einer bedingten Geldstrafe und 1000 Franken Genugtuung für den Lehrer.

Gegen diesen Entscheid des Bezirksgerichtes Aarau machte der Anwalt der Frau Berufung beim Obergericht – zog diese jedoch später wieder zurück. Das Obergericht schrieb das Verfahren deshalb am 5. Mai ab, wie Mediensprecherin Nicole Payllier bestätigt, womit das Aarauer Urteil gültig wird, wenn die Beschwerdefrist von 30 Tagen abgelaufen ist. (kus)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1