Aarau

Seilziehen rund um das Gönhardschulhaus

Die Schulanlage Gönhard (Archiv)

Die Schulanlage Gönhard (Archiv)

Vor Wochenfrist hat der Aarauer Einwohnerrat den Gönhard-Teil der Schulraumplanung zurückgewiesen. Richtig aus der Sicht von Markus Hutmacher (Grüne/jetzt), falsch aus der Sicht von Hanspeter Hilfiker (FDP).

Mit dem Entscheid sei nichts gewonnen, moniert Hanspeter Hilfiker im Namen der FDP-Fraktion.

Die FDP wollte, unterstützt von CVP und SVP, mit einem um 1 Mio. auf 830 000 Franken reduzierten Projektierungskredit die Erweiterung der Schulanlage Gönhard zu einem Bauprojekt entwickeln lassen.

Die bürgerliche Ratshälfte unterlag. Pro Aarau setzte sich mit ihrem radikaleren Antrag auf Rückweisung durch.

Begründung: Es mache keinen Sinn, mit dem Projektierungskredit auch die Ausführungsplanung zu genehmigen, wenn das Bauprojekt zwingend dem Stimmvolk unterbreitet werden müsse. Zuerst müsse das Raumprogramm klar sein.

Im Nachgang zur Einwohnerratsdebatte erklärt Markus Hutmacher: «Die vom Stadtrat beantragten Nutzungsflächen für den Schulunterricht, die Kindergärten und die familienunterstützenden Tagesstrukturen (Fusta) sind zwar notwendig, aber zu umfangreich, um auf diesem Areal realisiert werden zu können.»

Die Beibehaltung der Fusta auf dem Schulareal sei nicht möglich.

«Bessere Standorte vorhanden»

Markus Hutmachers Fraktion «Grüne/Jetzt» beurteilt den Standort in der Nordwestecke an der Entfelderstrasse / Hallwylstrasse potenziell als Alternative, aber wegen der Verkehrs- und Lärmbelastung als unzumutbar.

Eine bessere Lösung wäre gemäss Hutmacher unter anderem ein Standort entlang des Gönhardweges zwischen Bollweg und Dufourstrasse.

Gemäss Hutmacher war seine Fraktion auch deshalb für Rückweisung, weil die Vorlage – als Folge des überladenen Raumprogramms – einem unnötigen Zeitdruck unterworfen wurde.

Mit der überhasteten Planung und Realisierung nehme der Stadtrat Risiken wie funktionelle Mängel, mangelhafte Bauqualität und höhere Preise in Kauf.

Die FDP, so Hilfiker, setze sich weiterhin für eine pragmatische Lösung ein: «Da die Raum- und Standortfrage eigentlich geklärt ist, soll der Stadtrat in den nächsten Monaten einen Projektierungskredit für einen angemessenen Neubau im Areal des Gönhardschulhauses beantragen.»

Mit maximal 10 Millionen Franken lasse sich ein solcher Bau innert nützlicher Frist und zum Nutzen aller realisieren.

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