Suhr

Sechs Tage blieb ein Sittich verschwunden – dass er gegen eine Scheibe flog, war sein Glück

Der Ausreisser.

Der Ausreisser.

Die wilde, sechstägige Reise eines Pennantsittichs ist zu Ende. Jetzt ruht er sich erstmal aus.

Es klingt wie aus einem Film: Am Donnerstagnachmittag prallte in Strengelbach ein Pennantsittich gegen ein Fenster. Eine Katze habe ihn gejagt, erzählt die Finderin. Nachdem die Katze verjagt war, flog der Vogel über Umwege in die Garage – immer hinterher die Menschen, die ihn gerne einfangen und damit vor Katzen und anderen Räubern in Sicherheit bringen wollten. In der Garage konnte der Pennantsittich dann nach längerem Üben eingesperrt werden – in einer Katzentransportbox. Die ganze Einfangaktion habe mehrere Stunden gedauert, erzählt die Finderin und schwärmt von dem schönen Papagei.

Der müde Pennantsittich fand ein vorübergehendes zu Hause in der Tierklinik Aarau West in Oberentfelden. Dort konnte dank eines Fussringes der Besitzer ausfindig gemacht werden. Am Freitag hat dieser den Vogel abgeholt und zurück nach Suhr gebracht. Dort steht eine grosse Voliere mit einem Dutzend Pennantsittichen sowie weiteren Australien-Sittichen und Papageien aus Afrika.

Der Vogel sei bereits letzten Samstag ausgebüxt, so der Besitzer. Der Pennantsittich war erst in die Schleuse und von da nach draussen geschlüpft, als sein Besitzer in der Voliere tätig gewesen war. «Das war meine Nachlässigkeit», sagt der Besitzer. Dass der Vogel es bis nach Strengelbach geschafft habe, sei Glück gewesen. «Mit seinem roten Körper ist er für die Habichte und Milane ein gefundenes Fressen.» (lbr)

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