Auenstein
Schulhausprojekt hat Diät ohne Qualitätsverlust überstanden

Der Gemeinderat Auenstein beantragt der Gemeindeversammlung am 14. November einen 5,2-Millionen-Kredit. Im Frühling 2015 soll mit dem Bau des neuen Schulhauses begonnen werden.

Hubert Keller
Drucken
Teilen
Dieses Schulhaus sollen die Schüler im Sommer 2016 beziehen können.

Dieses Schulhaus sollen die Schüler im Sommer 2016 beziehen können.

zvg

Bereits im November vor zwei Jahren hätte der Baukredit für das neue Schulhaus bewilligt werden sollen. Doch die Kostenschätzungen hatten Höhen erreicht, die nicht mehrheitsfähig waren und die der Gemeinderat auch nicht verantworten konnte.

Das Projekt wurde einer Schlankheitskur unterzogen, mit dem Ziel, die Kosten unter fünf Millionen Franken zu drücken. Das ist gelungen. Das neue Schulhaus mit Kindergarten und Aula, das der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung vom 14. November zur Abstimmung bringt, kostet zwar 5,2 Millionen Franken.

Darin inbegriffen sind aber die Holzschnitzelheizung (330 000 Franken) und der Wärmeverbund mit dem bestehenden Schulhaus und der Turnhalle (425 000 Franken). An einer Medienorientierung betonte Vizeammann Peter Anderau: «Diese Zahlen sind verlässlich.» Zudem ist eine Reserve von 240 000 Franken eingebaut.

Die Notwendigkeit eines neuen Schulhauses war nie grundsätzlich infrage gestellt. Peter Anderau betonte: «Wir wollen eine eigenständige attraktive Gemeinde bleiben, die moderat wachsen soll.» Mit der Umstellung auf sechs Primar- und drei Oberstufenklassen kam eine Schulklasse nach Auenstein zurück, die im Provisorium unterrichtet wird.

Das Neubauprojekt umfasst deshalb zwei neue Schulzimmer mit Gruppenraum und Räumen für Sprachheilunterricht und Textiles Werken. Geplant sind zudem eine Aula, die auch den Vereinen zur Verfügung steht, sowie eine Bibliothek, in der die Dorfbibliothek und die Schulbibliothek zusammengelegt werden. Der bestehende, in die Jahre gekommene Kindergarten wird aufgehoben und im neuen Gebäude untergebracht.

Ortsbürger liefern Energie

An einer Konsultativabstimmung Ende Januar dieses Jahres haben die Auensteiner zudem beschlossen, das Gebäude nicht mit Erdwärme und Wärmepumpe zu beheizen, sondern mit einer teureren Holzschnitzelheizung. Die Ortsbürgergemeinde, welche die Energie liefert, übernimmt die Kosten von einer halben Million für die Heizzentrale.

«An der Qualität wurden keine Abstriche gemacht», versicherte Architekt Dieter Felber (Büro Felber Widmer Schweizer Architekten AG Aarau). Kosten wurden bei der Aussengestaltung, bei den Materialien und mit dem Verzicht auf die Belüftung eingespart.

Peter Anderau beruhigt die Steuerzahler: «Wir machen keine Steuerfusserhöhung auf Vorrat.» Das Budget 2015 basiert somit auf einem Steuerfuss von vergleichsweise moderaten 92 Prozent.

Aktuelle Nachrichten