Biberstein
Schüler feiern ihr neues Schulhaus – Container-Zeit ist endlich vorbei

Am Jugendfest wurde das erweiterte Schulhaus eingeweiht. Den Schülern gefallen vor allem die modernen Geräte und die neugestaltete Umgebung.

Sibylle Haltiner
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Der Architekt Hans Oeschger (r.) übergibt dem Präsidenten der Jugendfestkommission, Rolf Meyer, ein süsses Modell.
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Gemeindeammann Peter Frei freut sich über die gelungene Erweiterung des Schulhauses.
Schüler feiern ihr neues Schulhaus – Container-Zeit ist endlich vorbei
Vithuscha, Michelle, Noemi und Xenja (v.l.) gefällt das neue Schulhaus – vor allem die neugestaltete Umgebung.

Der Architekt Hans Oeschger (r.) übergibt dem Präsidenten der Jugendfestkommission, Rolf Meyer, ein süsses Modell.

Alt und neu perfekt kombiniert: So zeigt sich das Bibersteiner Schulhaus, das am Wochenende eingeweiht wurde. Die alte Substanz aus dem Jahr 1963 wurde mit neuester Technik ergänzt und erweitert. Seit dem letzten Oktober findet der Unterricht wieder im Schulhaus statt, vorher mussten sich Lehrpersonen und Schulkinder rund eineinhalb Jahre lang in Containern arrangieren. Die Einweihung des neuen Gebäudes passte hervorragend zum Jugendfest, das alle drei Jahre stattfindet. Schülerinnen und Schüler konnten ihren Eltern nicht nur stolz die lichtdurchfluteten Räume mit Blick in die Auenlandschaft präsentieren, sondern sich gleichzeitig bei Spielen oder auf dem Lunapark vergnügen.

Den Auftakt zu den Festivitäten machte am Freitagabend das Musical «Das Geheimnis der sieben Perlen». Alle 97 Kinder, welche in Biberstein die Schule oder den Kindergarten besuchen, spielten und sangen gemeinsam die Geschichte der Meeresprinzessin Aquarina, die sich mit ihrem Freund Flössli auf die Suche nach den verlorenen Perlen macht. «Wir haben dieses Musical ausgesucht, da alle Kinder, vom Kindergärtler bis zur Sechstklässlerin, mitmachen konnten», erklärte Schulleiterin Stephanie Haberthür. «Einige haben musiziert, die anderen im Chor gesungen oder Theater gespielt.» Der prächtige Wandbehang mit der Unterwasserwelt, der als Bühnenbild des Musicals diente, hing auch am Samstag noch in der Aula.

«Das Schulhaus mit seiner familiären Atmosphäre passt ideal zu unserem Motto ‹Schule mit Herz›», sagte Rolf Meyer, Gemeinderat und Präsident der Jugendfestkommission, in seiner Festansprache und ergänzte: «Es ist wie aus einem Guss und fügt sich idyllisch in die Auenlandschaft ein.» Der Bezug zur Natur war denn auch dem Architekten Hans Oeschger sehr wichtig. Grosse Fenster in den Schul- und Gruppenzimmern mit breiten Simsen, die als Arbeitsfläche genutzt werden können, ermöglichen während der Schulstunden den Blick ins Grüne. Das erdfarbene Braungrün der Fassade stiess in der Bauphase nicht bei allen Beteiligten auf Zustimmung. «Der Architekt hat darauf bestanden und heute sind wir alle davon überzeugt», meinte die Schulleiterin Stephanie Haberthür. «Das Lichtspiel auf der Fassade ist faszinierend.» Hans Oeschger selbst bezeichnete in seiner gereimten Ansprache das Schulhaus als Raddampfer und übergab Rolf Meyer mit einem Augenzwinkern ein «Modell im Massstab eins zu 100», das sich als grosse Cremeschnitte herausstellte.

Gemeindeammann Peter Frei erinnerte sich in seiner Ansprache an den Einzug ins 1963 erstellte Schulhaus, den er selbst miterlebt hat. «Jedes Kind zügelte damals seinen eigenen Stuhl ins neue Gebäude», erzählte er. Auf geführten Rundgängen konnten sich die Festbesucher anschliessend davon überzeugen, dass auch bei der aktuellen Erweiterung Altes und Neues perfekt kombiniert wurden. Die alten runden Deckenlampen beispielsweise werden weiterhin verwendet, sind nun aber mit modernen LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Interaktive Wandtafeln ergänzen die konventionellen Schiefertafeln, alle Zimmer sind mit Visualizern ausgerüstet, um den Anforderungen der heutigen Unterrichtsmethoden zu genügen.

Auch den Schülern gefällt das neue Schulhaus. Der Viertklässler Fabian Kopp findet die Farben toll, dem neunjährigen Marco Frey gefallen die neuen Pulte und der schöne Bodenbelag. Vithuscha, Michelle, Noemi und Xenja besuchen die sechste Klasse. Einstimmig erklärten sie: «Hier gibt es viel mehr Platz als in den Containern, die modernen Geräte gefallen uns und vor allem der neue Spielplatz mit den Hängematten.» Die Renovation der Schulanlage ist jedoch noch nicht abgeschlossen: Heute Montag beginnt die Sanierung der Turnhalle.

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