Aarau

Schüsse im Notfall: Kantonsspital ändert Sicherheitskonzept

Kantonsspital in Aarau: Hier ging der Senior hin und nahm sich das Leben

Kantonsspital in Aarau: Hier ging der Senior hin und nahm sich das Leben

Plötzlich zieht er eine Pistole und tötet sich selbst: Nachdem sich ein 83-Jähriger am Samstag im Kantonsspital Aarau erschossen hat, will man in der Notaufnahme nun jeweils ausgewählte Gepäckstücke kontrollieren.

Der tragische Vorfall bleibt irritierend: Ein 83-jähriger Mann meldete sich am Samstagnachmittag auf der Notaufnahme des Kantonsspitals Aarau (KSA) mit gesundheitlichen Problemen und wurde danach betreut – «bestens betreut», wie Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, sagt und anfügt: «Es gibt keine Hinweise, dass Fehler passiert sind, was die Betreuung des Mannes betrifft.»

Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb nicht gegen das Kantonsspital. Sie ermittelt wegen des «aussergewöhnlichen Todesfalls» – ein Suizid fällt in diese Kategorie. Der Mann hatte in der Notaufnahme am späteren Abend plötzlich eine Pistole gezogen und sich selbst getötet.

Warum der Mann dies tat, darüber gibt die Staatsanwaltschaft während des Verfahrens keine Auskunft. Im Kantonsspital beschäftigte man sich gestern damit, wie das Sicherheitskonzept nach diesem Vorfall zu verbessern ist. Laut der Verantwortlichen für die Kommunikation, Andrea Rüegg, sollen künftig Gepäckstücke kontrolliert werden.

Dies «nicht generell, sondern spezifisch», wie Rüegg präzisiert. Auch im Zugangsbereich zur Notaufnahme soll es Änderungen geben. Welche genau, wolle man aus Sicherheitsgründen nicht der Öffentlichkeit preisgeben.

Schon jetzt kann das Personal in der Notfallmedizin des Kantonsspitals bei heiklen Situationen rund um die Uhr die Hilfe des spitalinternen Sicherheitsdienstes in Anspruch nehmen. Es gibt zudem laut Rüegg «bauliche Massnahmen» und die Mitarbeitenden sind im Umgang mit Krisen und Gewaltsituationen geschult.

Den direkt betroffenen Mitarbeitenden wurde nach diesem Vorfall frei gegeben. «Es steht allen zur Bewältigung des Erlebten ein Care Team zur Verfügung», sagt Rüegg.

Schüsse im Kantonsspital - Mann nimmt sich das Leben

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So berichtete Tele M1 über das Drama

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