Die Bauherrin HRS hatte am 3. Juni, nachdem die letzte Beschwerde des Einsprechers abgelehnt worden war, über ihren Sprecher Sven Bradke mitteilen lassen: «Wir analysieren das Gesamtprojekt nochmals und werden alle Änderungen von Vorschriften und Auflagen zusammentragen. Das dürfte noch einige Zeit in Anspruch nehmen.»

Was heisst «einige Zeit»? Die HRS hat sich nicht festgelegt – und die Fussballfans haben mit ein paar Monaten gerechnet. Jetzt ist ein halbes Jahr vergangen und das Geheimnis noch immer nicht gelüftet. Im Gegenteil. Es kommt zu weiteren Verzögerungen. Das lässt sich aus der folgenden Aussage ableiten, die Sprecher Sven Bradke gegenüber der az machte: «Wir sind mit den nötigen Arbeiten vorangekommen, aber noch eine Weile nicht fertig.»

3. Juni: «Ob es mehr kostet und wer diese Kosten tragen wird, ist noch völlig offen»: Stadtrat Lukas Pfisterer nach dem Bundesgerichts-Urteil zum Aarauer Stadion.

3. Juni: «Wahnsinnig, wenn man da zurückschaut»: FCA-Präsident Alfred Schmid ist «sehr erleichtert»

Schmid betonte weiter: «Der FC Aarau muss alles unternehmen, dass es keine weitere Volksabstimmung braucht.» Der Hintergrund: Gemäss Leuten, die es wissen müssten, wird das Stadion 15 Millionen Franken teurer als die geplanten 36 Millionen Franken. (uhg)

Visualisierung: So soll das Aarauer Fussballstadion aussehen