Wer Abfall verursacht, soll ihn auch wegräumen. Doch wer ist der Verursacher? Der Konsument, der Verkäufer, die Verpackungsindustrie oder gar der Gesetzgeber, der Verpackungsvorschriften erlässt?

«Die Frage ist nicht immer einfach zu beantworten», schreibt die Gemeinde Schönenwerd. Bussen seien meist wirkungslos, weil die Abfallsünder unerkannt bleiben.

Darum sucht die Schönenwerd nun das Gespräch mit den Exponenten in der Verursacherkette. Den Anfang macht der Coop-Pronto-Shop an der Gösgerstrasse.

«Es zeigte sich, dass Coop an einer sauberen Umgebung des Verkaufsladens genauso interessiert ist wie wir», so der Gemeinderat. Denn das Erscheinungsbild gewinnt und der Ruf der Verkaufsstelle verbessert sich.

Erste Vereinbarung ist unterzeichnet

Letzte Woche wurde die Vereinbarung durch Gemeinderätin Käthi Walde und Saniye Yildirim, Leiterin Coop Pronto, unter dem Beisein von Karin Reisenbauer, Aktuarin der Umweltkommission, unterzeichnet.

Die Parteien verpflichten sich zu folgenden Leistungen: Der Betrieb stellt vor dem Geschäft einen Sammelbehälter für Pet, Alu und Batterien auf, die Abfalleimer auf dem Areal werden durch das Ladenpersonal geleert, die nicht einsehbaren Parkplätze werden beleuchtet.

Nach dem Prinzip: Eine Hand wäscht die andere

Dafür wird durch die Gemeinde Richtung Aare ein zusätzlicher Abfalleimer montiert. Für das im Herbst anfallende Laub von den im Bereich der Tankstelle stehenden Bäume erhält Coop zehn Grüngutmarken.

Weiter wird das Tankstellenareal vom Personal täglich gereinigt. Das Wischgut kann beim Werkhof abgeliefert werden. Die tägliche Reinigung des Trottoirs ist Aufgabe der Gemeinde. Zweimal pro Jahr platziert Coop Plakate, die auf die Abfallproblematik aufmerksam machen. Diese werden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Weitere Läden sollen folgen

Diese Abmachung bringe eine Beruhigung in der Litteringfrage, schreibt der Gemeinderat. Es sei der richtige Weg mit den Betreibern von Verkaufsstellen von Essen und Trinken, zu sprechen und Lösungen zu suchen. Es sei zu hoffen, dass andere Verkaufsstellen folgen werden. (az)