Aarau
Schneider & Schneider bebauen Swissgrid-Areal

Nach dem Zuschlag fürs Hochhaus im Torfeld Süd gewinnt das Architekturbüro auch den Wettbewerb der Credit Suisse. Die Jury findet, die Architekten haben «die Bedürfnisse und Anforderungen des Nutzers und der Eigentümerin in der Planung umgesetzt.»

Sabine Kuster
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Der geplante Firmensitz von Swissgrid von der Bleichemattstrasse aus gesehen. Links davon entstehen Wohnungen. Visualisierung: zvg

Der geplante Firmensitz von Swissgrid von der Bleichemattstrasse aus gesehen. Links davon entstehen Wohnungen. Visualisierung: zvg

Vor einem Jahr wurde bekannt, dass die nationale Stromgesellschaft Swissgrid ihren Firmensitz von Frick und Laufenburg nach Aarau hinter den Bahnhof verlegt. Der Laufenburger Gemeinderat konnte trotz Protest den Entscheid nicht rückgängig machen.

In Aarau wiederum war man begeistert über die rund 370 hochkarätigen Arbeitsplätze, die in die Hauptstadt zügeln werden. Ausschlaggebend war unter anderem die zentrale Lage Aaraus gewesen.

Bei der Suche nach einem idealen Grundstück hatte die Stadt mitgeholfen: Die Wahl fiel auf das ehemalige Electrolux-Areal an der Bleichemattstrasse südlich des Bahnhofs.

Nun bekam ein Aarauer Architekturbüro den Zuschlag für den Entwurf des neuen Firmenhauptsitzes: Schneider & Schneider setzten sich mit ihrem Studienauftrag gegen vier Mitbewerber durch.

Stadtbaumeister mit in der Jury

«Wir freuen uns sehr», sagt Beat Schneider. Die Architekten können nicht nur das Projekt für die Swissgrid weiterbearbeiten, sondern auch die 58 Wohnungen, welche auf dem angrenzenden ehemaligen Gelände der Wynental- und Suhrentalbahn entstehen werden.

Dieses und das Hauptgelände, das Electrolux-Areal, hatte die Credit Suisse erworben, welche Bauherrin ist und die Gebäude vermieten wird.

In der Jury befanden sich Vertreter der Credit Suisse, der Swissgrid AG, externe Architekten und der Aarauer Stadtbaumeister Felix Fuchs. In ihrem Kommentar schreibt die Credit Suisse, das Architekturbüro Schneider & Schneider habe es am besten verstanden, «die Bedürfnisse und Anforderungen des Nutzers und der Eigentümerin in der Planung umzusetzen».

Kostenpunkt unklar

Wie viel das Projekt der Aarauer Architekten kosten wird, könne man noch nicht sagen, heisst es seitens der Anlagegruppe CSA Real Estate Switzerland.

Das Architekturbüro reitet auf einer Erfolgswelle: Ende 2011 hatte Schneider & Schneider den Wettbewerb für das neue Hochhaus von Gastrosocial im Torfeld Süd gewonnen, im Scheibenschachen bebaut es das Baufeld Aarenau 1.

Die Kanti-Mensa, das Kaserne-Parking, eine Überbauung im Rössligut, eine an der Mühlemattstrasse und auch das gelbe Haus bei der Gais stammen aus ihrer Hand. Für Schlagzeilen hatte Schneider & Schneider mit dem schwarzen Privathaus im Gönhard gesorgt. Auch ausserhalb des Kantons gibt es grosse Projekte in ihrem Portfolio.