Der Sommer 2014 macht seinem Namen nicht wirklich Ehre. Langsam aber sicher muss er sich beeilen, wenn es noch was werden soll. Leider bekamen auch die Motocrossfahrer der MXRS Serie mit ihrem Chef Christian Chanton das nicht wirklich gute Wetter zu spüren. Immer wieder wechselten sich Sonne und Regen ab. Genau in dem Masse, dass die Rennstrecke auf dem Staffelbacher Feld keine Chance hatte, etwas abzutrocknen. Die Folge war, dass selbst die besten der Guten Schwierigkeiten hatten, eine gute Runde zu fahren.

Die etwas jüngeren Fahrer kämpften mit der schmierseifigen Piste umso mehr. «Kraftraubend, mühsam und auch kaum zu befahren», war das allgemeine Fazit. Am Samstag um 14 Uhr rief Christian Chanton die Fahrer zur Fahrerbesprechung zum Startbalken. «Was meint ihr», fragte er, «wollen wir aufhören und die Piste etwas ruhen lassen? Morgen ist gutes Wetter angesagt, scheint eine Stunde die Sonne, können wir Spass haben und richtige Rennen fahren.»

Geduld zahlte sich aus

Seine Ausführungen wurden mit Applaus belohnt, und man entschloss sich, Material, Kleider und Fahrer für den Sonntag bereit zu machen. Die Geduld und das Warten auf bessere Verhältnisse lohnten sich. Am Sonntag herrschten weitaus bessere Bedingungen, die auch richtige Rennen zuliessen. Während die Veranstalter des Motocrossrennens von Schmiedrued-Walde, das am kommenden Wochenende stattfindet, sich mit Vorschriften und Beschwerden herumschlagen müssen (az vom 16. 8.), haben die Staffelbacher mit anderen unliebsamen Nebenerscheinungen zu kämpfen. Die gemütliche Party am Freitagabend nutzten ein paar Unbelehrbare, um beim Nachhauseweg ihre überschüssige Energie mit Vandalenakten abzureagieren. Die Polizei untersucht die Ereignisse. «

Der TV und die Damenriege hatten die Warm-up-Party organisiert. «Wir können zufrieden sein», sagte der Präsident des Turnvereins Jürg Dätwyler. «Wir konnten unsere letztjährigen Differenzen mit dem Organisator klären: Unser Motocross steht jetzt unter einem guten Stern.» Schade seien nur zwei Dinge, sagte Dätwyler. Zum einen dass man das Wetter nicht besser hingekriegt habe, zum andern dass es leider immer wieder Menschen gebe, die nicht wüssten, wo die Grenzen sind. «Schade, die Party war gut, das Ende leider nicht. So werden unsere Bemühungen, dem Dorf, der Region und der Bevölkerung etwas zu bieten ganz einfach zu Nichte gemacht.»