Fussballrandale

«Schlacht vom Brügglifeld»: Staatsanwaltschaft Aargau ermittelt

Die Ausschreitungen nach dem Spiel Aarau gegen Basel haben jetzt auch juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eingeleitet. Und der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann nimmt die Fussballklubs in die Pflicht.

Von den Randalen am Donnerstag beim Spiel Aarau-FCB bleiben nicht nur hässliche Bilder auf dem Spielfeld in Erinnerungen. Ein 24-jähriger Mann wurde bei anschliessenden Ausschreitungen ausserhalb des Stadions schwer verletzt. Laut der Zeitung „Schweiz am Sonntag" hat die Staatsanwaltschaft nun eine Strafuntersuchung gegen unbekannt eingeleitet, wie die Kantonspolizei Aargau bestätigt.

Bereits davor hatte der FC Aarau Anzeige erstattet. Der Klub sucht die rund 30 rot-blauen Chaoten, die den Platz stürmten und Fahnenstangen und Pyrofackeln in den Sektor der Aarau-Fans warfen. «Glücklicherweise liessen sich die Aarau-Fans nicht von den Baslern provozieren, sonst hätte es schlimm ausgehen können», sagt der Aargauer Regierungsrat und Polizeivorsteher Urs Hofmann (SP) zur „Schweiz am Sonntag". «Es ärgert mich, wenn Klubverantwortliche solche Ausschreitungen als Scharmützel abtun.» Die Klubs müssten erkennen, dass sie ein Problem mit gewalttätigen Fans hätten, das sie gemeinsam angehen müssten, sagt Hofmann.

Roger Geissberger, Vizepräsident des FC Aarau, sagt in der „Schweiz am Sonntag", das verschärfte Hooligan-Konkordat habe bislang nicht geholfen: «Diese Kriegsmaschinerien, die aufgefahren werden, provozieren zum Teil die Fans mehr, als dass sie zur Beruhigung beitragen», sagt er. Vielmehr schwebt Geissberger eine Lösung wie in St. Gallen vor. Dort können seit 2009 Randalierer unmittelbar nach dem Spiel verurteilt werden. «Die Polizei kann heute zu wenig machen», sagt er. Verdächtige könnten nur festgenommen werden, wenn einer gerade etwas ganz Schlimmes mache. Man sollte im Aargau ein Sondergesetz wie in St. Gallen einführen, fordert Geissberger. Dieses müsse «Schnellrichter vorsehen und möglich machen, dass man Tatverdächtige für zwei Tage in Haft nehmen kann».

Ausschreitungen und wüste Szenen nach FCA - FCB

Ausschreitungen FCA - FCB

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