Aarau

Rund 70 Interessierte versuchen sich im Aarauer Schachen im Fliegenfischen

Fliegenfischer-Crack Günter Feuerstein aus Dornbirn präsentiert sein Können. Patricia Schoch

Fliegenfischer-Crack Günter Feuerstein aus Dornbirn präsentiert sein Können. Patricia Schoch

Der Fliegenfischer-Kurs des europäischen Verbandes fand im Aarauer Schachen statt. Dabei waren neben Daniele di Fronzo, ausgewiesener Fachmann und Mitglied des europäischen Fliegenfischerverbandes, interessierte Anfänger und Fortgeschrittene.

Spätestens seit dem Film «A river runs through it» mit Brad Pitt ist Fliegenfischen einem grösseren Publikum bekannt. Auch in der Schweiz wird der Sport immer beliebter.

Daniele di Fronzo, ausgewiesener Fachmann und Mitglied des europäischen Fliegenfischerverbandes (Effa), organisierte in Aarau im Namen des Effa einen Kurstag für interessierte Anfänger und fortgeschrittene Fliegenfischer.

Rund 70 Teilnehmer, die einen Platz in den ausgebuchten Workshops ergattert hatten, versammelten sich an diesem regnerisch kühlen Sonntag im Aarauer Schachen.

Drei international bekannte Cracks aus der Szene waren eigens zum Anlass geladen worden. Alle Instruktoren unterrichteten unentgeltlich; der Erlös der Workshops wurde zur Unterstützung des Gewässerschutzes gespendet.

Neben dem einhändigen Fliegenfischen zeigten die Cracks auch die «zweihändige» Variante des Sportes. Jene Technik wird verwendet beim Fischen von Lachsen. «Ein durchschnittlicher Lachs wiegt gut vier Kilo, da reichen eine Hand und eine leichte Rute nicht mehr aus», so di Fronzo.

In den einheimischen Gewässern dagegen werden hauptsächlich Forellen, Äschen oder Weissfische geangelt. Dazu gibt es sogar spezielle «Trickwürfe», in welche ein weiterer Workshop einführte. Techniken mit klingenden Namen wie «Rollwurf», «Schlangenwurf» oder «Switch Cast» konnten hier erlernt werden.

Trockenübung im Grünen

Leider verhinderte der hohe Pegel der Aare das naturgetreue Fischererlebnis. So mussten die Workshop- Teilnehmer aus Sicherheitsgründen ihre Fliegen auf dem Aarauer Schachen-Rasen werfen.

Doch die Angler liessen sich dadurch nicht um ihre gute Laune bringen. Denn das Wichtigste beim Fliegenfischen ist die Technik; diese kann man auch im Trockenen üben. «Fliegenfischen braucht keine Kraft, sondern die richtige Wurftechnik», erläutert denn auch Daniele di Fronzo, «das wird von Anfängern oft falsch gemacht».

Die geworfene «Fliege» ist übrigens natürlich kein echtes Tier, sondern ein Köder aus Fell, Federn und Kunststoff, der ein Insekt vortäuschen soll. Wie bei den meisten Sportarten ist auch im Fliegenfischen das Material, die Qualität von Köder und Rute, nicht zu unterschätzen.

Einen Fisch zu fangen, kann schon mal drei bis vier Stunden dauern. Geduld und das Packen des richtigen Moments sind daher weitere Faktoren zum Erfolg. «Wenn die Fliege nicht richtig geworfen wird, beisst der Fisch nicht an», weiss di Fronzo. «Denn Fische sind clever, die merken, wenn etwas faul ist.»

Internet: www.effa.info.

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