Erzbachtal
Rund 6000 Personen befragt: Erlinsbach will den Puls des Volkes messen

Rund 6000 Personen in den beiden Erzbach-Gemeinden dürfen sich an einer Befragung beteiligen. Konkret geht es im Fragebogen zum Beispiel um den Grad der Zufriedenheit mit der Wohnlage, mit der Entsorgung oder der Schule. Das Ergebnis sei eine willkommene Grundlage für die Anpassung der Mehrjahresziele, so die Gemeinderäte.

Hermann Rauber
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Andreas Tschopp

Sind die Erlinsbacher mit ihrer Lebenssituation zufrieden? Wie beurteilen sie das Engagement der Behörden und der Verwaltung? Wie gross ist das Interesse an der Gemeindepolitik? Wo besteht Verbesserungspotenzial? Auf solche und andere Fragen erwarten die beiden Gemeinden Erlinsbach jenseits und diesseits des Erzbaches Antworten aus der Bevölkerung. «Uns interessiert, wie Einwohnerinnen und Einwohner die Lebensqualität in ihrer Gemeinde einschätzen und welche Haltung sie bezüglich der künftigen Entwicklung einnehmen», erklären die beiden Gemeindepräsidenten, Markus Lüthy vom aargauischen und Markus von Arx vom solothurnischen Erlinsbach, den Sinn dieser Bevölkerungsbefragung.

Zukunftsraum-Nebenprodukt

Ursprünglich bestand die Idee, im Rahmen des Zukunftsraums Aarau in den betroffenen Gemeinden eine solche Erhebung durchzuführen. Obwohl sich das aargauische Erlinsbach aus dieser Perspektive verabschiedet hat und das solothurnische Erlinsbach nie Bestandteil des Zukunftraums war, haben die beiden Gemeinderäte beschlossen, den Puls des Volkes trotzdem zu messen und, so Markus Lüthy, «die Befindlichkeiten und Wünsche auszuloten». Äussern können sich dabei nicht nur die Stimmberechtigten, sondern alle Einwohner ab den 16. Altersjahr sowie Ausländer mit einer B- oder C-Bewilligung, in beiden Erlinsbach zusammen rund 6000 Personen.

25 konkrete Fragen

Konkret geht es im Fragebogen zum Beispiel um den Grad der Zufriedenheit mit der Wohnlage, mit dem Wald oder der Natur, mit dem Sport- oder Kulturangebot, mit der Entsorgung oder der Schule. Eruiert werden im Weiteren die Akzeptanz oder die Wünsche der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung, die Informationspraxis der beiden Gemeinderäte und die Möglichkeit der politischen Beteiligung. Unter den insgesamt 25 Fragen finden sich auch jene über den Stellenwert einer regionalen Zusammenarbeit oder den Zusammenschluss mit Nachbargemeinden, namentlich zwischen den beiden Erlinsbach oder eine solche mit Aarau.

Die Antworten sollen den Behörden und der Verwaltung ein Abbild über den Istzustand, aber auch über kurz- bis langfristige Projekte geben, die das öffentliche Interesse betreffen. Weil in beiden Gemeinderäten dieses Jahr gewichtige personelle Wechsel anstehen, dürften die Resultate auch willkommene Grundlagen für die Anpassung der Mehrjahresziele der Behörden bringen. Wobei der Fragebogen nicht nur auf kritische Stimmen, sondern durchaus auch auf Lob ausgerichtet ist, nämlich für das, was in beiden Erlinsbach schon heute bestens funktioniert.

Rücklauf in vollem Gang

Alle Angaben werden vertraulich behandelt. Durchgeführt wird die Befragung 2017 in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für öffentliches Management (IPM.SWISS). Die beiden Erlinsbach teilen sich die Kosten von insgesamt 25 000 Franken. Die Resultate sollen gemäss Gemeindepräsident Markus Lüthy bereits in der zweiten Hälfte des Monats Juni vorliegen. Die ganze Aktion ist laut Gemeindeschreiber Bruno Vogel mindestens im aargauischen Erlinsbach «gut angelaufen, der Rücklauf der Fragebögen ist in vollem Gang, obwohl die Frist erst am 24. April endet».