Küttigen

«Rücksichtsloses Verhalten»: Anwohner fordert Fahrverbot für Töffs

Die Brandackerstrasse (bei der Einfahrt Schützenhaus).

Die Brandackerstrasse (bei der Einfahrt Schützenhaus).

Ein Anwohner der Küttiger Brandackerstrasse fordert ein Töff-Fahrverbot. Der Gemeinderat hat bereits eine Temporeduktion verfügt.

Nach mehreren Petitionen gegen «Autoposer» und Tempobolzer in verschiedenen Gemeinden ist nun Küttigen an der Reihe: Ein Anwohner der Brandackerstrasse fordert ein Töff-Verbot auf der Verbindungsstrasse von Küttigen Richtung Gehren und Erlinsbach.

Hier fährt entlang, wer beispielsweise von dem Benkerjoch oder der Staffelegg herkommend über die Saalhöhe oder die Schafmatt will. An sonnigen Tagen, so schreibt der Petitionär, habe der Verkehr «eine Dimension angenommen, welche für Anwohner nicht mehr tragbar ist».

Der Initiant der Petition berichtet von «rücksichtslosem Verhalten vieler Motorradfahrer», gefährlichen Überhol­manövern und vor allem von «Lärm, der absichtlich beim Beschleunigen verursacht wird». Er sei «zum Teil im ganzen Dorf hörbar», «extrem nervig» und «weit über der gesetzlichen Norm». Die Gemeinde unternehme nichts, schreibt der Petitionär weiter.

Das stimmt allerdings nicht ganz: Im November 2019 hat der Gemeinderat beschlossen, dass auf der Brandackerstrasse ausserorts nur noch mit 50 km/h gefahren werden darf. Innerorts herrscht schon Tempo 30. Gegen die Tempobeschränkung gab es allerdings zwei Einsprachen, weshalb sie noch nicht umgesetzt ist.

Das soll aber bald geschehen. Gemeindeammann Tobias Leuthard sagt: «Wir haben Verhandlungen geführt und die Einwendungen schliesslich zurückgewiesen. Der Gemeinderat hält an der Temporeduktion fest.» Wenn keiner der Einwender ein Rechtsmittel ergreift und die Sache zum Kanton weiterzieht, wird die Verkehrsbeschränkung Anfang Juni rechtskräftig. «Sie kann dann rasch umgesetzt werden», so Leuthard.

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