Aarau
Rolling Rock soll in Aarau ins Torfeld Nord zügeln

Seit bald zwei Jahrzehnten treffen sich Skater und Sportbegeisterte im Rolling Rock im Torfeld Süd. Wegen der Überbauungspläne im Areal und den wenigen potenziellen Standorten in Aarau droht der ältesten Skate-Halle der Schweiz das Aus.

Elia Diehl
Drucken
Teilen
Beliebter Treffpunkt: Das Rolling Rock im Torfeld

Beliebter Treffpunkt: Das Rolling Rock im Torfeld

Über die Zukunft des Torfelds wurde viel geschrieben – zahlreiche Bauprojekte sind omnipräsent. Doch was soll mit den heutigen «Bewohnern» der Industriezone geschehen?

Seit nun 17 Jahren befindet sich die älteste Skate-Halle der Schweiz, das Rolling Rock, hinter dem Schutthaufen des Sprecherhofs. Sie ist ein fixer Bestandteil von Aarau.

Doch wie das Hochhaus wird sie nicht mehr lange hier stehen. Doch Geschäftsführer Simon Eichenberger, die Stadt wie auch Aarauer Eltern sind sich einig: Das Rolling Rock soll weiterleben.

«Für meine zwei Söhne ist das Rolling Rock ein grosser Bestandteil ihrer Freizeit», sagt Gaby Gratwohl vom Elternverein, eine Halle mit einem vergleichbar vielfältigen Bewegungsangebot gäbe es in Aarau nicht.

Ähnlich tönt es bei Vizeammann Carlo Mettauer: «Für das junge Publikum und die Schulen ist es ein tolles Freizeit- und Sportangebot.» Die Stadt unterstützt den Verbleib des Rolling Rocks in Aarau.

Derzeit ist Eichenberger auf der Suche nach einem geeigneten Standort. «Wir haben ein Platzproblem in Aarau», sagt er. Im Fokus steht derzeit das Kuhn-Areal im Torfeld Nord. «Projekt und Finanzierung stehen so gut wie», so Eichenberger, aber die Verhandlungen mit den Grundeigentümern seien noch im Gange.

Das «neue» Rolling Rock sollte als dann polysportiver werden. «Das Angebot soll breiter werden, sei es mit mehr Trampolins, Kinderspieltürmen oder Spielecken», so Eichenberger, es sei eine Plattform für den Austausch zwischen Jung und Alt, Arm und Reich, sportlich und unsportlich.

«Der Glaube an die Sache ist da, sonst würde ich mich nicht engagieren», sagt Eichenberger, ein solches Sportangebot gehöre zur Urbanität der Stadt Aarau.

Dennoch sei er nur verhalten optimistisch, «trotz meiner seiner sozialen Gedanken bin ich letztlich auch Unternehmer.»

Eichenberger gibt trotz Zeitdrucks nicht auf und hat einen weiteren Standort im Visier. Erste Gespräche sollen nächste Woche beginnen.

Aktuelle Nachrichten