Aarau

Rolf Portmann ist interessiert an Kino im Stadion

Kinobetreiber Rolf Portmann in seinem Kinocenter Ideal in Aarau

Kinobetreiber Rolf Portmann in seinem Kinocenter Ideal in Aarau

Auf den Plänen des neuen Stadionprojekts ist im Untergeschoss ein Kino mit mehreren Sälen eingezeichnet. Rolf Portmann, dem die Kino Aarau AG gehört und der das «Ideal» und «Schloss» in der Innenstadt betreibt, ist interssiert.

Auch wenn offen ist, ob unter dem neuen Fussballstadion wirklich ein Multiplex-Kino gebaut wird: Martin Kull, CEO der Bauherrin HRS, sagte an der Medienkonferenz zur Baueingabe am 28.August im Rathaus Aarau, man sei im Gespräch mit zwei grossen Schweizer Playern.

Einen zusätzlichen Standort im Torfeld Süd kann sich auch ein vergleichsweise kleiner Kinobetreiber vorstellen: Rolf Portmann, dem die Kino Aarau AG gehört und der das «Ideal» und «Schloss» in der Innenstadt betreibt. Portmann sieht sich sogar dazu gezwungen. «Ich habe per se Interesse», sagt er angesichts der möglichen Konkurrenz in Gehdistanz, «aber nicht zu jedem Preis.»

«Ideal» und «Schloss» zu klein

Portmann ist der Meinung, dass es in Aarau ein weiteres Kino vertragen würde. 2008 liess er eine Potenzialstudie erstellen, aus der er auch heute schliesst: «Ich brauche Entfaltungsmöglichkeiten.» Er weiss aber auch, dass er die bestehenden Kinos an der Kasinostrasse und am Schlossplatz nicht ausbauen kann.

In wie viele Säle das Kino im Torfeld Süd eingeteilt würde, müsste genau geprüft werden, so Portmann. Unabdingbar sei ein grosser Saal mit über 400 Plätzen. Hier würden Blockbuster gezeigt, also Filme, die viel Publikum anziehen und für Umsatz sorgen. Dieser Saal müsste aber auch tagsüber genutzt werden können, etwa als Auditorium für Generalversammlungen. Was wiederum bedeutet, dass ein ausreichend grosses Foyer als Wartezone und für Apéros gebaut werden müsste.

Blockbuster würden länger laufen

Die Programmierung an zwei statt drei Standorten würde sich laut Portmann «qualitativ klar verbessern» – bei zwei konkurrierenden Betreibern hingegen würde sie «deutlich schlechter». Beide müssten die gleichen, kommerziell einträglichen Filme spielen, worunter die Vielfalt leide. Gut laufende Streifen blieben länger im Programm, verspricht Portmann, wenn er mehr Säle zur Verfügung hätte. «Dies bedeutet weniger Stress fürs Publikum, das heute einen gefragten Film innerhalb von zwei Wochen gesehen haben muss.» Und die optimale Erschliessung von Torfeld Süd mit Bus und Bahn bringe genügend Gäste ins neue Stadtquartier.

Wer auch immer den Zuschlag bekommen wird für den Kinobetrieb im Torfeld Süd: Rolf Portmann will seine bestehenden digitalisierten Kinos behalten und weiterführen: «Ein Kino mitten in einer Stadt brauchts einfach.»

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