Stadt Aarau

Restliches Aareufer wird aufgewertet – ein bisschen

Mit dem Fahhrad der Aare entlang.

Mit dem Fahhrad der Aare entlang.

Der «Aareraum Ost» wird nur einen Drittel so teuer wie einst geplant. Dementsprechend sind die Veränderungen weniger umfassend als ursprünglich geplant.

Es geht um die Räume zwischen grau und grün, zwischen Stadt und Natur: Aarau will sie aufwerten. 2007 war dies bereits westlich der Kettenbrücke mit dem Restaurant Summertime und den Stufen zum Flussufer geschehen. Darauf beschränkte sich die ursprüngliche Vision «Lungo Aare» aus dem Jahr 2003 vorerst.

Nun steht der Raum am südlichen Aareufer östlich der Kettenbrücke im Fokus. Das ursprüngliche Ziel der Stadt war, die drei verschiedenen Zonen zu vereinen: jene für öffentliche Bauten rund um den Parkplatz, die Grünzone im Bereich der «Schwanbar» und der alten Stadtgärtnerei und die Wohnzone dazwischen, auf der eine Liegenschaft steht.

Kanton verbietet Eingriff am Ufer

Im Rahmen des im Frühling gestarteten Vorprojektes fand eine Sitzung mit den beteiligten Parteien statt: der Axpo, Betreiberin des Rüchlig-Kraftwerks, dem Kanton, Besitzer des Aareufers, und den Eigentümern der Liegenschaft an der Mühlemattstrasse. Dabei wurde klar: Die Stadt kann nur wenig von dem umsetzen, was ursprünglich geplant war. Der Kanton lässt nur marginale Eingriffe am Aareufer zu. «Wir hätten gerne mehr gemacht», sagt Projektleiter und Stadtrat Beat Blattner.

Für die Umgestaltung dieses Gebietes waren 6 Millionen Franken vorgesehen. Im Politikplan 2010– 2014 sind es nur noch 2,5 Millionen. Die Veränderungen sind nicht nur am Ufer weniger umfassend als ursprünglich geplant: Auch die alte Stadtgärtnerei bleibt gemäss Blattner vorläufig in der grünen Zone. Der Pachtvertrag mit der Stiftung Schloss Biberstein, welche die Stadtgärtnerei betreibt, läuft im November 2011 aus. Die Weiterführung ist in Planung.

Umsetzung mit dem «Pont Neuf»

Mit den 2,5 Millionen Franken will die Stadt nun am Aareuferweg vor allem das Nadelöhr unter der Kettenbrücke beseitigen. Dies wird gleichzeitig mit dem Bau der neuen Brücke («Pont Neuf») geschehen. Die Umsetzung ist deshalb erst in den Jahren 2013 und 2014 geplant. Was zum Projekt Kettenbrücke und was zum Aareraum Ost geschlagen wird, muss noch verhandelt werden, bevor die Baukredite vorliegen.

Ob dieses Ziel eingehalten werden kann, ist fraglich; die FDP hat angekündigt, sie wolle 2011 noch auf die Planung des Aareraums Ost verzichten. Zur Diskussion steht auch, ob der Parkplatz aufgehoben werden soll. Für die Planung im nächsten Jahr hat die Regierung im Investitionsbudget 160000 Franken veranschlagt. Es liegt dem Einwohnerrat am nächsten Montag vor.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1