Aarau
Restaurant und Spielplatz: Auf der Kraftwerksinsel wird alles neu

Die IBA will mit der Kraftwerkserneuerung die Insel renaturieren und ein Restaurant sowie einen Erlebnisspielplatz bauen. Im westlichen Teil der Insel sind Naturbeobachtungsplätze geplant.

Katja Schlegel
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Nicht nur das Kraftwerk, auch alles drum herum wird neu.

Nicht nur das Kraftwerk, auch alles drum herum wird neu.

ZVG

Wo auf der Kraftwerksinsel heute noch die Männer vom Werkhof der IBAarau Strom AG krampfen, soll es dereinst gemütlicher zu- und hergehen: Im Rahmen der Neukonzessionierung und der Kraftwerkserneuerung wird das gesamte Gebiet renaturiert und aufgewertet sowie ein Restaurant und ein Wasser- und Erlebnisspielplatz gebaut.

«Das Restaurant mit rund 60 Innen- und 100 Aussenplätzen soll verpachtet und ganzjährig betrieben werden», sagt Hans-Kaspar Scherrer, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Der Restaurantbau wird ausserdem die Infrastrukturbedürfnisse für die Besucher des Spielplatzes abdecken, beispielsweise mit Toilettenanlagen und fliessend Wasser.

Der neue Wasser- und Erlebnisspielplatz, der gemeinsam mit dem WWF errichtet wird, wird deutlich grösser werden als der Spielplatz bei der alten Badi an der Erlinsbacherstrasse, der einem neuen Wohnquartier weichen muss. «Der Spielplatz soll über verschiedene Posten verfügen, wo die Kinder spielerisch die Natur und das Element Wasser erleben können», sagt Scherrer.

Bis es so weit ist, müssen sich die Aarauer noch etwas gedulden: «Unser Ziel ist es, Mitte 2018 mit den Arbeiten fertig zu sein», sagt Scherrer zum Zeitplan. Die Werkhöfe der IBA ziehen Mitte 2016 auf das Industrieareal der Firma Lonstroff AG in Buchs.

Danach werden die alten Gebäude auf der Kraftwerksinsel abgebrochen und der Spielplatz und das Restaurant gebaut.

Mehr Natur auf der ganzen Insel

Die Umgebungsarbeiten sind damit noch längst nicht abgeschlossen: Für die Neukonzessionierung sollen die durch die Kraftwerksbauten entstandenen Eingriffe kompensiert und die Artenvielfalt gefördert werden.

So entstehen beispielsweise im westlichen Teil der Kraftwerksinsel Stillgewässer mit Riedpflanzen für Libellen und Amphibien, die von einer Plattform aus beobachtet werden können. Weiter sollen verschiedene Weiher und am oberen Ende des Mitteldamms ein kleines Bibergebiet geschaffen werden.

Was mit der Voliere und den Aquarien auf dem Vogelinseli geschehen wird, ist laut Scherrer noch nicht entschieden. «Mit der Detailplanung der Inselgestaltung wird voraussichtlich 2016 geprüft, ob noch ein Bedürfnis für die Voliere und das Aquarium besteht oder ob andere Nutzungen vorgezogen werden sollen.»

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