Aarau
Reisende müssen am Bahnhof auch künftig bis zu 25 Minuten auf den Bus warten

Wer mit dem Zug beispielsweise aus Olten, Bern, Baden oder Basel anreist, muss am Bahnhof Aarau nach 20 Uhr bis zu 25 Minuten auf den Bus warten. Eine Petition, die eine Besserung gefordert hatte, zeigte keinen Erfolg.

Katja Schlegel
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Wer nach 20 Uhr am Bahnhof Aarau ankommt, muss bis zu 25 Minuten auf den Bus warten.

Wer nach 20 Uhr am Bahnhof Aarau ankommt, muss bis zu 25 Minuten auf den Bus warten.

az-Archiv

Ab 20 Uhr fahren die Busse am Aarauer Bahnhof nur noch im Halbstundentakt. Und das zum grossen Frust der Reisenden nur wenige Minuten, bevor die Züge aus Olten, Basel, Baden und Bern ankommen. Bis zu 25 Minuten müssen Reisende aus Bern auf einen Bus warten. Das Problem: Die Anschlüsse sind auf die Züge aus Zürich ausgerichtet.

Im Januar hat die SP Bezirk Aarau bei der Staatskanzlei eine Petition mit über 800 Unterschriften für bessere abendliche Busverbindungen an die Züge aus Bern, Olten, Basel und Baden eingereicht. Jetzt teilen die federführenden Petitionäre, Grossrätin Franziska Graf-Bruppacher und Markus Schumacher, Vorstand der SP Bezirk Aarau, mit: Eine Verbesserung innert nützlicher Frist ist nicht in Sicht.

Lösung wäre Fahrplanverdichtung

«Die Verbesserung der Situation scheitert am Geld», sagt Graf nach den Verhandlungen mit den Vertretern von AAR bus+bahn und der Sektion öffentlicher Verkehr des Kantons Aargau. Würde man die Anschlusssituation der Busse optimieren wollen, käme man um eine Fahrplanverdichtung ab 20 Uhr nicht herum; statt wie heute alle 30 Minuten müsste künftig alle 20 Minuten ein Bus eingesetzt werden. Im «Mehrjahresprogramm öV 2013» des Kantons Aargau eröffne sich zwar die Möglichkeit auf eine solche Fahrplanverdichtung. Nachts drei statt zwei Busse pro Stunde fahren zu lassen, kostet. «Mehrausgaben für den öV passen aber nicht in die Sparprogramme von Kanton und Gemeinden», sagt Graf. Bis sich also etwas ändere, werde es sicher noch einige Jahre dauern.

Graf ist mit den Verhandlungen zufrieden, auch wenn das Ergebnis nicht das erwünschte ist: «Wir sind mit unserem Anliegen auf offene Ohren gestossen, die Ungerechtigkeit der Priorisierung des Pendlerstroms aus Zürich ist ihnen bewusst. Hätten sie die Möglichkeit, etwas an der Situation zu ändern, würden sie es tun.» Entsprechend optimistisch ist Graf, dass die Anschlüsse irgendwann besser werden. «Wir haben tagsüber sehr gute Fahrpläne und wollen nicht unnötig jammern. Aber ich werde mich weiterhin für die Verbesserung am Abend einsetzen, schliesslich ist es ein echtes Bedürfnis der Reisenden.»