Aarau
Region AareLand bekommt neuen Motor und will durchstarten

Der Verein «AareLand» soll die Zusammenarbeit im Raum Aarau, Olten und Zofingen stärken. Die Aufgaben sollen durch die Vereinsgründung effizienter und zielführender verfolgt werden können. Dies hofft zumindesr Regierungsrat Peter C. Beyeler.

Hubert Keller
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Zum guten Gelingen: v.l. Ernst Zingg, Stadtpräsident Olten, Marcel Guignard, Stadtammann Aarau,Regierungsrat Peter C. Beyeler und AareLand-Präsident Hans-Ruedi Hottiger, Stadtammann Zofingen. Kel

Zum guten Gelingen: v.l. Ernst Zingg, Stadtpräsident Olten, Marcel Guignard, Stadtammann Aarau,Regierungsrat Peter C. Beyeler und AareLand-Präsident Hans-Ruedi Hottiger, Stadtammann Zofingen. Kel

Es ist kein natürlich gewachsener Raum, der mit der Vereinsgründung AareLand einen neuen Motor erhalten hat. Dies betonte am Dienstagabend im Kultur- und Kongresszentrum in Aarau auch Regierungsrat Peter C. Beyeler: «Die politischen Grenzen zwischen den Städten und Regionen Aarau, Olten und Zofingen sind ebenso spürbar wie die Grenzen der Interessen.» Die Identität der übergreifenden Region sei, so Beyeler, in der Summe der Identitäten zu suchen, bei den gemeinsamen Interessen und Aufgaben.

Um diese gemeinsamen Interessen und Aufgaben effizienter und zielführend verfolgen zu können, ist der Verein «AareLand» gegründet worden. Mitglieder sind die drei Planungsorganisationen Aarau, Olten und Zofingen sowie die Kantone Aargau und Solothurn. 2004 hatte die Zusammenarbeit eine erste formelle Grundlage erhalten. Damals unterschrieben die drei Regionen zusammen mit den Kantonen Solothurn und Aargau einen Letter of Intent, in welchem sie den Willen zur Korporation bekräftigten. Das Projekt wurde vom Bund finanziell und fachlich unterstützt.

Verein schafft neue Strukturen

Mit der Vereinsgründung bekommt die Zusammenarbeit eine neue formelle Grundlage und neue Strukturen. Wie Marcel Guignard, Stadtammann und Präsident des Planungsverbandes Region Aarau, meinte, steht AareLand für einen gut vernetzten Wirtschaftsraum mit starken Zentren: «Zahlreiche Probleme lassen sich heute nur noch in grossen, grenzüberschreitenden Räumen angehen.» Dies zeige sich am deutlichsten in der Verkehrs- und Siedlungsentwicklung mit ihren grossräumigen Verflechtungen. Dem gegenüber würden jedoch die historischen und administrativen Grenzen meist nicht mehr den aktuellen funktionalen Räumen entsprechen.

Peter C. Beyeler ist überzeugt: «Die Gründung des Vereins AareLand ist notwendiger denn je. AareLand soll Identität schaffen, den inneren Zusammenhalt stärken und einen Raum bilden, in dem man gerne arbeitet und wohnt – und nicht bloss durchfährt.» An der Gründungsversammlung gingen die statuarischen Geschäfte zügig über die Bühne, die Reden und der anschliessende Apéro im Haus zum Schlossgarten, wo seinerzeit der Letter of Intent unterschrieben worden war, beanspruchten weit mehr Zeit. Vereinsmitglieder sind die drei Regionalorganisationen, der Planungsverband Region Aarau (PRA), der Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu und der Regionalverband zofingenregio, sowie die beiden Kantone Aargau und Solothurn.

Vorstand und Präsident gewählt

Der Vereinsvorstand setzt sich aus je zwei Vertretern der Regionalorganisationen und der Kantone zusammen. Gewählt wurden als Vertreter der Regionen: Marcel Guignard, Stadtammann Aarau, Heinz Lüscher, Gemeindeammann Unterentfelden, Ernst Zingg, Stadtpräsident Olten, Johanna Bartholdi, Gemeindepräsidentin Egerkingen, Hans-Ruedi Hottiger, Stadtammann Zofingen, und Hans Luternauer, Gemeindepräsident Reiden. Präsident des neuen Vereins ist Hans-Ruedi Hottiger.